„Diesseits und jenseits der Großen Mauer“

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    Datum
    Date(s) - 30.06.2017
    7:30 pm - 9:30 pm

    Ort
    China Forum Galerie T

    Kategorie


    Marcus Hernig liest aus einem Vierteljahrhundert erlebter Geschichten zwischen Ost und West

    Marcus Hernigs Texte sind ungewöhnlich. Sie nehmen sehr gern die Positionen des Dazwischen ein. Hernig ist ein Mensch, der wie die Steppenvölker Eurasiens Nomade ist, ein Wanderer zwischen Ost und West, zwischen China und Deutschland. Dazu kommt auch noch ein wenig Japan und ein wenig Dazwischen, Eurasien eben.

    Hernigs Texte fühlen hinein in die Welten, in die Menschen, die er beschreibt, von denen er erzählt, die er spürt. Sinnlich schreiben wäre dafür der passende Begriff. Ob es erste Erlebnisse im ländlichen China in den 90er Jahren waren, die Spurensuche eines untergegangenen Kaiserreiches, ob es das persönliche Verarbeiten der gewaltigen Veränderungen in einem Vierteljahrhundert Chinaleben ist oder die jahrelange Suche danach, wie sich Mentalitäten im Geschmack regionaler Spezialitäten ausdrücken, ob es die vielen Emotionen waren, die Hernig im Alltagsleben entgegenschlugen, ob es die Untrennbarkeit von China und Japan ist, die der Autorwährend seiner Jahre auf den östlichen Inseln spürte, ob es ganz persönliche Erlebnisse mit Menschen, mit Frauen aus beiden Kulturkreisen sind, die er ohne das Pendeln zwischen Ost und West niemals getroffen hätte – immer spielen die fünf Sinne eine entscheidende Rolle. Hernig Geschichten liest man, hört man, spürt man, schmeckt man und riecht man.

    Heute Abend hat Marcus Hernig für Sie eine persönliche Auswahl aus Texten – veröffentlicht und unveröffentlicht – getroffen, die er selbst besonders gern mag. Sie sind eingeladen zu einer ganz subjektiven literarischen Reise zwischen Ost und West.
    Thomas Täubner und Marcus Hernig kennen sich seit einem Vierteljahrhundert. 25 Jahre, die sie immer wieder auseinander- und wieder zusammengebracht haben. Dabei sind sie unterschiedliche Wege gegangen – in der Zielrichtung dieser Wege sind sie vereint. Das Ziel lautet, Brücken zu bauen, um „diesseits und jenseits der großen Mauer“ Menschen als Menschen sprechen zu lassen – und nicht nur als Objekte politischer, ökonomischer oder allgemein wissenschaftlicher Analyse.

    Dr. Marcus Hernig gehört zu den besten China-Kennern unserer Zeit. Er arbeitete lange als Beauftragter für Bildungszusammenarbeit für das Deutsche Generalkonsulat und das Goethe-Institut. Darüber hinaus leitete er mit der deutschen Künstlerresidenz Villa Kamogawa mehrere Jahre lang die Außenstelle des Goethe-Instituts in Kyoto (Japan). Zu Hernigs bekanntesten Buch-Veröffentlichungen zählen „China – Ein Länderporträt“, Christoph Links Verlag, Berlin 2008 (ITB Berlin Buch Award 2014: Die besondere Reiseführer-Reihe) und „Eine Himmelsreise – China in Sechs Gängen“, Die Andere Bibliothek (begründet von Hans Magnus Enzensberger), Berlin 2012.

    BITTE MIT VORANMELDUNG! (Tel. 02268-1062 oder E-Mail: sinokult@t-online.de)        Eintritt: 10,00€

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