UNESCO-Weltkulturerbe: Shaolin-Kloster in Henan

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 Pagodenwald des Shaolin
Pagodenwald des Shaolin

Der Shaolin Tempel nahe der Stadt Dengfeng ist wohl der mit Abstand bekannteste Tempel Chinas. Sowohl der Shaolin Tempel als auch der Pagodenwald gehören seit 2010 zum UNESCO Weltkulturerbe als Teil der „Historischen Monumente Dengfengs“.

Mehr als Kampfkunst

Gelegen inmitten des heiligen Song Shan Gebirges, eingebettet in eine wunderschöne Landschaft mit einer reichhaltigen Vegetation, gilt dieser Ort als Geburtsstätte des chinesischen Zen-Buddhismus sowie der Shaolin-Kampfkünste Kung Fu, Qi Gong sowie Tai Chi. Besonders im angrenzenden Pagodenwald können Sie der Geschichte der Shaolin Mönche etwas näher kommen.

Um diese besondere Gedenkstätte in einem guten Zustand zu erhalten, werden hier regelmäßig Instandhaltungsarbeiten durchgeführt. Im Jahr 1984 haben die Mönche hier tausende von Zypressen gepflanzt und 2008 wurden Ausbesserungsarbeiten an den teilweise beschädigten Pagoden durchgeführt.

Shaolin Tempel: Zentrum der Buddhistischen Lehre 

Der Shaolin Tempel hat eine lange Geschichte; bereits im Jahre 495 v. Chr wurde er errichtet. Der in Indien geborene Mönch Batuo erhielt Geldmittel vom damaligen Kaiser Xiao Wen um den Shaolin Tempel zu errichten. Er wurde zum Zentrum der Buddhistischen Lehre und viele Originalschriften wurden hier aus dem indischen Sanskrit ins Chinesische übersetzt.

Die im Tempel lebenden Mönche genossen seit jeher ein gutes Ansehen. Jedoch blieb auch der Shaolin Tempel nicht von Unruhen verschont. Mehrere Male wurde er zerstört und musste danach mühselig wieder aufgebaut werden. Leider gingen dabei auch viele Kulturschätze, wie beispielsweise alte Schriften des Tempels, verloren.

Pagodenwald: Ein Museum der Bauart 

500 Meter vom eigentlichen Tempel entfernt liegt der Pagodenwald des Shaolin Tempels. Hier befinden sich die insgesamt 240 Pagoden der ehemaligen Shaolin-Mönche, es handelt sich um den größten Pagodenwald Chinas. Die teilweise bis zu 1.500 Jahre alten Pagoden wurden in verschiedenen Dynastien im Zeitraum von 618 bis 1911 errichtet. Dadurch unterscheiden sie sich auch in ihrer Bauart, wobei die Mehrheit der Pagoden aus Steinen und Ziegeln errichtet wurden. Auch die Höhe der Pagoden ist unterschiedlich, jedoch sind sie maximal 15 Meter hoch. Die Etagen der Pagoden müssen dem Glauben nach immer eine ungerade Zahl haben und variieren deshalb zwischen einer und sieben Etagen. Die Anzahl der Etagen hängt davon ab, wie viel der jeweilige verstorbene Mönch in seinem Leben erreicht hat. Die meisten der Pagoden haben Inschriften, auf denen Sie das Errichtungsjahr erkennen können. Auch einigen bedeutenden ausländischen Mönchen zu Ehren wurden hier Pagoden errichtet. Um den Pagodenwald herum können Sie ebenfalls noch einige Grab-Pagoden aus verschiedenen Dynastien entdecken.

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