Neue Verkehrsregeln seit 01. Januar 2013

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07.01.2013 / Peking

PEKING – Verschärfte Verkehrsregeln sollen die Zahl der Verkehrsunfälle drastisch senken.

Verkehrsampeln nicht zu beachten und bei Rot zu fahren, kostet jetzt 6 Strafpunkte (vorher 3). Ein ungültiges oder gefälschtes Nummernschild resultiert in 12 Punkten.

Statt bislang 38 werden nun mehr als 50 verschiedene Verkehrsverstöße bestraft. Dazu gehören auch das Fahren ohne Gurt (2 Punkte) und Geschwindigkeits-übertretungen (6 Punkte). Mit jeweils 12 Punkten werden Fahren unter Alkoholeinfluss und Unfallflucht geahndet. Die Strafpunkte werden je nach Schwere des Verstoßes vergeben.

Beim Erreichen von 12 Strafpunkten in einem Jahr wird verbindlich eine siebentägige Schulung nötig und eine schriftliche Prüfung, bevor man wieder ans Steuer darf. Hinzu kommen Geldbußen.

Bereits in den ersten drei Tagen des neuen Jahres hatte die Polizei in Peking 2.157 Verstöße gegen die Beachtung der Ampeln registriert. Das sind 66 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum vor einem Jahr. Die Zahl der Trunkenheitsfahrten an diesen Tag sank um 72 Prozent auf 124 Fälle. Am höchsten waren die Verstöße gegen die Regel, ein ordentliches Nummernschild zu führen, mit 7.822, immerhin noch ein Rückgang um 53 Prozent.

Besonders die harte Strafe beim Überfahren des gelben Lichtes wurde von den chinesischen Autofahrern als ungerecht empfunden und rief zahlreiche Proteste in den Medien und sozialen Netzwerken hervor. Es sei häufig beim besten Willen nicht möglich, noch rechtzeitig zu stoppen, meinten die Internetnutzer. Viele Kreuzungen in Chinas Städten sind mit automatischen Kameras ausgestattet, die Ampelsünder blitzen. Diese müssten umgerüstet werden. Das haben nun auch die chinesischen Behörden eingesehen und die Vorschrift wurde dahingehend geändert, dass beim Überfahren der gelben Ampel keine Punkte mehr anfallen, sondern es lediglich eine Verwarnung gibt.

(dca)

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