Beijinger Smogbilanz 2013: 58 Tage mit Extremwerten

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03.01.2014 Peking

Die Luft in der chinesischen Hauptstadt Beijing war im vergangenen Jahr an insgesamt 58 Tagen schwer verschmutzt. Wie das Beijinger Umweltschutzamt weiter mitteilte, war Feinstaub PM2,5 weiterhin der Hauptschadstoff. Im vergangenen Jahr hatten an 35 Messstationen zur Luftqualität die Erfassung der Belastung durch Feinstaub PM2,5 begonnen. Dabei habe sich gezeigt, dass diese Partikel weiterhin zu den Hauptschadstoffen zählen, sagte Zhang Dawei von der Beijinger Umweltverwaltung: „Betrachtet man das ganze Jahr, dann war die Luftqualität in Beijing an insgesamt 176 Tagen gut, was einem Anteil von 48,2 Prozent entspricht. Dieser knappen Hälfte aller Tage stehen aber 58 Tage mit extrem schwerer Luftverschmutzung gegenüber, das sind konkret 15,9 Prozent. Das heißt, schwere Luftverschmutzung gibt es durchschnittlich alle sechs bis sieben Tage und damit viel zu oft. Hauptschadstoff ist übrigens nach wie vor Feinstaub PM2,5.“ Im Januar 2013 war es in Beijing zu lange andauerndem Smog gekommen. Dazu betonte Zhang Dawei, nach den extremen Verschmutzungen in der ersten Jahreshälfte habe sich die Situation im zweiten Halbjahr etwas verbessert. Dabei seien die PM2,5-Belastungen im Süden der Stadt größer als im Norden. „Die schwersten Verschmutzungen gab es im 1. Jahresquartal. In diesen ersten drei Monaten war die Luft an insgesamt 10 Tagen extrem verschmutzt. Dabei gab es im gesamten Jahr überhaupt nur 13 derartiger Tage. In der zweiten Jahreshälfte kam es häufig zu Nordwind, und der hat die Luftqualität beträchtlich verbessert.“ Yu Jianhua vom Beijinger Umweltamt kündigte weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Smog-Belastungen an. Dazu gehörten unter anderem eine weitere Senkung der Kohleverfeuerung, Beschränkungen des Autoverkehrs, Strukturanpassungen in der Wirtschaft sowie die Bewältigung des Feinstaubs. „Für den Kampf gegen die Luftverschmutzung in den kommenden fünf Jahren wurde in Beijing ein Aktionsprogramm für saubere Luft von 2013 bis 2017 erarbeitet. 2013 ist die Kohleverfeuerung um 1,3 Millionen Tonnen gesenkt worden, mehr als 350 000 alte Kraftfahrzeuge wurden aus dem Verkehr gezogen. 288 besonders umweltschädliche Unternehmen sind geschlossen worden. Der Ausstoß volatiler organischer Substanzen ist um 83 Millionen Tonnen gesunken. Und es wurden über 23 300 Hektar aufgeforstet.“ (cri)

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