Taifun-Alarm in Süd- und Ostchina

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10.07.2015 Peking – Tausende von Fischerbooten in den Häfen, geschlossene Schulen und eingeschränkte Verkehrsverbindungen: Süd- und Ostchina bereiten sich auf die Ankunft der Taifune „Linfa“ und „Chan-hom“ vor. Letzterer hat das Potenzial zum Super-Taifun.

Die beiden tropischen Wirbelstürme „Linfa“ und „Chan-hom“ werden das chinesische Festland gemäß dem Nationalen Meteorologischen Zentrum (NMZ) in den nächsten drei Tagen erreichen. Besonders gefährdet sind die Provinzen Fujian, Guangdong, Zhejiang und Taiwan. In der südchinesischen Provinz Guangdong wurden über zehntausend Schiffe zurück in die Häfen gerufen. In einigen Orten der Küstenprovinz hat sich der Taifun „Linfa“ am Mittwoch bereits mit stürmischen Winden und sintflutartigen Regenfällen bemerkbar gemacht.

In der Hafenstadt Shanwei im Osten Guangdongs haben die Fischer alles, was nicht niet- und nagelfest ist, von ihren Booten entfernt. Nach Ausrufung der Alarmstufe Gelb durch die Provinzregierung haben die Grund- und Mittelschulen in 15 Kreisen ihren Unterricht bis auf Weiteres eingestellt. Dem Wetterbericht zufolge wird „Linfa“ am Donnerstag auf die chinesische Ostküste prallen. Das Nationale Wetteramt warnt vor „schwerwiegenden Auswirkungen“ im Küstenabschnitt zwischen den Städten Zhangpu in der Provinz Fujian und Shantou in der Provinz Guangdong. Am Mittwochabend um Mitternacht befand sich das Zentrum des Taifuns noch 280 Kilometer südöstlich von Shantou im Südchinesischen Meer. Der Wirbelsturm nähert sich dem Festland mit einer Geschwindigkeit von zehn Kilometern pro Stunde.

Der Taifun „Chan-hom“ bewegt sich noch schneller vorwärts. Er wird voraussichtlich am späten Freitagabend in den beiden Nachbarprovinzen Fujian und Zhejiang auf Land treffen. Nach Angaben des Nationalen Meteorologischen Zentrums hat „Chan-hom“ das Potenzial zum Super-Taifun. In Shanghai planen die Bahnbehörden deshalb, den gesamten Passagierverkehr entlang der Küste am Freitag und Samstag vorübergehend einzustellen. Das Ministerium für Zivile Angelegenheiten und die Nationale Kommission für Katastrophenvorsorge haben die Behörden in den Provinzen Anhui, Fujian, Guangdong, Guizhou, Hubei, Hunan, Jiangsu, Jiangxi sowie im Autonomen Gebiet Guangxi und der regierungsunmittelbaren Stadt Shanghai am Mittwoch aufgerufen, Arbeitsgruppen zur Überwachung der beiden Taifune einzusetzen und die Bevölkerung mit Informationen auf dem Laufenden zu halten.

Die Menschen in den Taifungebieten wurden aufgefordert, Notvorräte für drei Tage anzulegen. Das Nationale Amt für Hochwasserschutz und Dürrebekämpfung hat am Mittwoch vorsorglich drei Arbeitsteams zur Koordinierung des Hochwasserschutzes nach Südchina geschickt. (german.people.cn)

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