Mit Satellit und Sender auf Umweltschutzmission

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 Im Kampf gegen die Luftverschmutzung will China ein umfassendes Netzwerk aufbauen. Satelliten, Drohnen und Fernsensoren sollen dabei helfen, Umweltverschmutzungen aufzuspüren.

Die Volksrepublik plant bis 2020 den Auf- und Ausbau eines umfassenden Netzwerkes zur Aufspürung von Umweltverschmutzungen zu Land, Luft und Wasser. Dazu will sie Satelliten, Drohnen sowie Fernsensoren einsetzen, die die Umwelt überwachen sollen.

Die Landesführung gab im Juli grünes Licht für den neuen Umweltüberwachungsplan. Das Ministerium für Umweltschutz gab am Dienstag bekannt, dass die Regierung die Überwachung des Projektes übernimmt, die Informationen mit den entsprechenden Abteilungen und Regionen teilt und für etwaige Verstöße rechenschaftspflichtig sei.

Besonders der Bau und die Entwicklung von Satelliten, einem der Hauptwerkzeuge im Kampf gegen die Luftverschmutzung, sollen in diesem Jahr verstärkt gefördert und vorangetrieben werden. Das Ministerium teilte mit, dass es die Forschung an zwei Satelliten zur Umweltbeobachtung und an zwei Satelliten mit einer höheren Auflösung forcieren wolle.

Darüberhinaus will das Ministerium das Fernerkundungsnetzwerk entsprechend den Zielen des 13. Fünfjahresplanes (2016-2020), der Ende des Jahres verabschiedet wird, verbessern.

Fernüberwachung spielt in China eine zunehmende Rolle bei der Lokalisierung von Verschmutzungsquellen. Mittels Drohnen gelang es den Behörden beispielsweise, verschmutzte Gebiete in der Tengger-Wüste im Norden von China aufzuspüren und verstreute Strohbrände auszumachen.

Die stark luftverschmutzte nordchinesische Provinz Hebei arbeitet seit Januar letzten Jahres mit dem Satelliten-Zentrum des Ministeriums für Umweltschutz bei der Einrichtung von Satelliten-Überwachsungsstationen zusammen.

„Während des APEC-Gipfels im November nutzten wir die Satellitendaten dazu, die Bewegung des Smogs vorherzusagen“, erklärt Zhang Feng, Ingenieur der Umweltüberwachungsabteilung der lokalen Behörden. Mittels der Daten der Beobachtungsstationen konnten dann genaue Vorhersagen über „trübe Tage“ gemacht werden.

Derzeit werden die Satelliten jedoch lediglich als unterstützende Hilfsmittel eingesetzt, da es viel zu wenige von ihnen gibt. Sobald die Provinz das System zur Datenanalyse und -verarbeitung bis Ende des Jahres ausgebaut hat, soll ihnen eine bedeutendere Rolle zukommen.

Auch die Überwachung der Daten, die über verschiedene Kanäle gesammelt werden, soll intensiviert werden. Dies sei wichtig, damit die Umweltpolitik und die Umweltschutzmaßnahmen effektiv und wissenschaftlich bleiben, so der Umweltminister, Chen Jining. (German.China.org)

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