500 Millionen Kubikmeter Wasser für Beijing nicht genug

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15.09.2015 Peking – Das Wasserumleitungssystem von Süden nach Norden, das aus Pumpstationen und Kanälen besteht, sollte ab 2013 Milliarden Kubikmeter Wasser aus dem feuchten Süden nach Beijing und in die rasant wachsenden Städten im Norden liefern. Nach jüngsten Angaben des Beijinger Wasseramtes sind seit Ende 2014 bisher insgesamt 500 Millionen Kubikmeter Wasser nach Beijing geflossen. Trotzdem bestehe weiterhin ein Mangel. 100 Kubikmeter Wasser fehlen gegenwärtig bis zum Reservemaßstab. Und der Maßstab steigt.

Am 12. Dezember 2014 wurde das gigantische Umleitungsprojekt offiziell in Gang gesetzt. Einwohner in Beijing bekommen Wasser aus über 1000 Kilometer Entfernung. 365 Millionen Kubikmeter und damit 72 Prozent der gesamten umgeleiteten Menge gehen in Beijinger Leitungswasserrohre.

Derzeit fehlen jedoch noch 97 Millionen Kubikmeter. Dem lokalen Wasseramt zufolge ist die Knappheit in Beijing auf drei Gründe zurückzuführen. An erster Stelle steht das enorme Wasserdefizit. Bevor das Wasser aus dem Süden umgeleitet wurde, schoss die Provinz Hebei ab 2008 300 Millionen Kubikmeter zu. Zugleich wurden 500 Millionen Kubikmeter Grundwasser pro Jahr erschlossen. Zweitens regnete es vergleichsweise in Beijing in diesem Jahr wenig. Von Januar bis September betrug die durchschnittliche Niederschlagsmenge 466 mm und damit 49 mm weniger als im Vorjahr. Die Wasserreserven der Stauseen sind gesunken. Letztlich macht auch die zunehmende Bevölkerung viel aus. Die Zahl der Einwohner in Beijing nimmt jährlich um unglaubliche 600.000 zu. Das pro Kopf-Bedürfnis an Wasser steigt entsprechend. Chinas Hauptstadt muss immer mehr tun, damit ihre Wasserhähne nicht trocken bleiben.

(CRI)

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