CIIPAG-Jahresjubiläum und Chinesisch-Deutsches Energieforum in Frankfurt

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Das Foto zeigt v.l.n.r.: Prof. Guo, Direktor Xu, Konsul Zhu, MDgt.a.D. Dr. Borchmann, Stv. Direktor Tang, Frau Zhang, Herrn Qin. 
Das Foto zeigt v.l.n.r.: Prof. Guo, Direktor Xu, Konsul Zhu, MDgt.a.D. Dr. Borchmann, Stv. Direktor Tang, Frau Zhang, Herrn Qin. 

10.10.2015, Frankfurt a.M. – Am 16.9.2015 hatte die in Frankfurt ansässige CIIPA (China International Investment Promotion Agency) u.a. in Kooperation mit dem Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft (BVMW) mit einer Präsentation der Möglichkeiten einer bilateralen Zusammenarbeit in den Bereichen Biomedizin und Medizintechnik den Startschuss zu einer jeweils branchenbezogenen Veranstaltungsreihe „Opportunities in China“ gegeben (die DCA berichtete). Ebenfalls in Frankfurt fand nunmehr am 10. 10. der zweite Akt dieser Veranstaltungsreihe statt – ein „Chinesisch-Deutsches Energieforum“, verbunden mit der Feier des CIIPAG-Jahresjubiläums (weitere Veranstaltungen sind in Düsseldorf, Stuttgart und Berlin geplant). In seiner Begrüßung der Teilnehmer im erneut bis auf den letzten Platz gefüllten Tagungsraum in der Bockenheimer Landstraße hob CIIPA-Direktor XU Yaojun die Zielsetzung der Reihe „Matchmaking für projektbezogene Zusammenarbeit“ hervor. Dem diene auch eine für kommenden Monat geplante Unternehmerreise nach China. Es gehe nicht nur um deutsche Investitionen in China, sondern auch um chinesische Investitionen in Deutschland. Anschließend würdigte zunächst der Frankfurter Wirtschaftskonsul der VR China, ZHU Weige, die Arbeit der CIIPA anlässlich deren „1. Geburtstages“ am Standort Frankfurt. Sie habe sich in kurzer Zeit zu einem wichtigen Element der dynamischen bilateralen Wirtschaftsbeziehungen entwickelt. Er schilderte die Chronologie der chinesisch-deutschen Zusammenarbeit im Energiebereich und betonte den hohen Stellenwert von erneuerbaren Energien und Nachhaltigkeit in diesem Zusammenhang. Über den Stand der Energiebranche in Shenyang (Provinz Liaoning) und Kooperationsmöglichkeiten für deutsche Unternehmen mit dem dortigen Tiexi-Bezirk referierte Frau ZHANG Tong, Chief Representative des „China-Germany Equipment Manufacturing Industrial Parks“ von Shenyang. Dieser Bezirk sei eine Experimentalzone für die Kooperation von „Made in China 2025 und Industrie 4.0“, zugleich der bedeutendste Standort für Robotertechnik in China. Von flankierender Bedeutung für die bilaterale Kooperation sei, dass Liaoning Partnerprovinz von Baden-Württemberg sei und Shenyang Partnerstadt von Düsseldorf. Ebenfalls großer Aufmerksamkeit erfreuten sich die Ausführungen von Professor GUO Hongli, Chef der Europavertretung des Energiekonzerns SINOPEC in Frankfurt. Er beschrieb den Werdegang des größten chinesischen Energiekonzerns seit seiner Gründung 1983 mit Daten und insbesondere Umsatzzahlen. Hätten bisher die Energieträger Öl- und Gas im Vordergrund gestanden, gewönnen nunmehr erneuerbare Energieträger wie Solarenergie, Geothermie und Biomasse immer mehr Gewicht. Für die Lufthansa Group stellte QIN Yuefeng (Key Account Manager des Unternehmens) die Lufthansa und ihre Tochterunternehmen vor und erläuterte die Bedeutung der Biobrennstoffe im Bereich der Luftfahrt. In den von deutschen Referenten geprägten zweiten Teil der Veranstaltung führte Dr. ZHANG Zhenhao vom Chinesisch Deutschen Verein für Energie ein. Hier sprach zunächst Professor Dr. Dieter-Heinz Hellmann, Vorstandsvorsitzender von Ecoliance, zum Thema: „Deutschlands Weg zur 4. Energiewende – ein Beispiel für China?“.  Er beleuchtete dabei den aktuellen Stand der einzelnen Energieträger in Deutschland, den sogenannten „Energiemix“. Für Rhenocoll und dPHT (deutsch Passiv Haus Transfer) sprachen Werner Zimmermann, Rudolf Freundorfer und Peter Vogel über den Stand der Energieeffizienzhäuser und des intelligenten Haushalts in Deutschland, bevor Professor Peter-Tobias Stoll (Deutsch-Chinesisches Institut für Rechtswissenschaft der Universität Göttingen) abschließend über Technologietransfer im internationalen Energie- und Umweltrecht sprach. Seine Botschaft: Die neue Patentschutzgesetzgebung in China ist abgeschlossen. Wegen der zunehmenden Zahl chinesischer Patente habe China selbst ein großes Interesse an einem ausgeprägten Schutz von geistigem Eigentum. 

(bo.)

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