Historisches Treffen zwischen Xi und Ma

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05.11.2015, Beijing – Die chinesischen Festlandbehörden verkündeten am Mittwoch, dass sich der Generalsekretär des Zentralkomitees der KPCh Xi Jinping und der Leiter der taiwanesischen Behörde Ma Ying-jeou in Singapur treffen werden, um ihre Ansichten über eine friedliche Entwicklung der Taiwan-Straße auszutauschen.

Das Xi-Ma-Treffen gilt als ein großer Durchbruch in den Beziehungen zwischen Taiwan und dem Festland. Es wird einen positiven Einfluss auf die künftige Politik der Insel in Richtung Festland ausüben und eine solide Grundlage in Bezug darauf schaffen, wie die Welt die Beziehungen wahrnimmt. 

Seit dem Wang-Koo-Treffen im Jahr 1993 hat sich das Niveau der Treffen zwischen Politikern beider Seiten erhöht, aber es wurde bisher kein Durchbruch erzielt, vor allem deshalb, weil es schwierig war, deren Identität und Titel zu definieren. Taiwan hatte gehofft, ihre Leiter als „Präsidenten“ bezeichnen zu können. Dem konnte das Festland nicht zustimmen, da es hier nicht nur um die Identität, sondern um die Natur der Beziehungen zwischen dem Festland und Taiwan geht.

Laut Zhang Zhijun, dem Leiter des Büros für Taiwan-Angelegenheiten, werden sich Xi und Ma als „Leiter“ beider Seiten zu Verhandlungen treffen, die im Einklang mit dem Ein-China-Prinzip stehen, auch wenn es zwischen beiden Seiten noch Differenzen gibt. 

Xi und Ma werden sich gegenseitig mit “Herr” ansprechen, was ein einzigartiges Phänomen bei Top-Meetings ist.  

Diese praktische Vorkehrung wird beiden Seiten Raum für eine zukünftige Lösung bieten. Die Beziehungen können sich grundsätzlich in drei Richtungen entwickeln – Wahrung des Status quo, Vereinigung oder die Verwirklichung der so genannten „Unabhängigkeit Taiwans“. 

Xis politisches Charisma hat beide Seiten der Taiwan-Straße sowie die ganze Welt beeindruckt. Das lang erwartete Treffen wird schließlich in seiner ersten Amtszeit realisiert werden. Sein Charisma ist ausschlaggebend für die Realisierung der großen Erneuerung der chinesischen Nation.

Ma verdient Applaus dafür, dass er bereit zu einem Treffen ist. Während seiner Amtszeit, von der noch sieben Monate verbleiben, wurde der Konsens von 1992 aufrechterhalten und die Zusammenarbeit zu beiden Seiten der Taiwan-Straße ist gediehen. 

In der Hoffnung, die öffentliche Meinung kontrollieren zu können, hat die Opposition auf Taiwan unmittelbar Einwände gegen das Treffen erhoben. Sie sollte sich allerdings bewusst sein, dass dieses historische Treffen von der ganzen Welt, einschließlich der USA, unterstützt wird. 

Das Xi-Ma-Treffen hat die Chinesen in der ganzen Welt in Aufregung versetzt. Auch die internationale Gemeinde ist daran interessiert, zu sehen, wie die beiden Seiten einen pragmatischen Schritt nach vorne machen. 

(People’s Daily und Global Times)

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