Beijing verhängt Produktionsstopp für über 2000 Betriebe und Baustellen

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01.12.2015, Peking – Nachdem die Smogwerte in den nördlichen Regionen des Landes und in der Hauptstadt Beijing am Montag die höchsten Messzahlen des Jahres aufwiesen, wird die Produktion in zahlreichen Unternehmen eingestellt.

Die hauptstädtische Umweltaufsichtsbehörde hat im Kampf gegen die extreme Luftverschmutzung, die seit ein paar Tagen in der Hauptstadt herrscht, ihre Inspektionen erhöht. Am gestrigen Montag hatten die Smogwerte in den nördlichen Regionen des Landes den bislang höchsten Stand des Jahres erreicht.

Infolge dessen hat die Hauptstadt über 2100 luftverschmutzende Betriebe aufgefordert, die Produktion auszusetzen. Nachdem am Sonntag die zweithöchste Alarmstufe Orange ausgerufen wurde, herrscht auf allen städtischen Baustellen zudem Bauverbot.

Um zu überprüfen, ob die Vorgaben auch umgesetzt werden, hat das Umweltministerium mehrere Inspektionsteams entsandt. Am Montag wurde vermeldet, dass mindestens elf Baustellen ihre Arbeiten trotz des Verbotes weiterführten.

Ein Verstoß gegen die Verordnung zieht harte Strafen, darunter hohe Geldbußen, nach sich. Um die akute Luftverschmutzung weiterhin zu begrenzen, werden die Überwachungsteams ihre Kontrollmaßnahmen am heutigen Dienstag ausweiten.

Am Montag erreichte der Luftqualitätsindex in vielen Städten, einschließlich Beijing, Langfang und Baoding in der Provinz Hebei, Höchstwerte von 500 – was bedeutet, dass die Luftverschmutzung die oberste Stufe erreicht hat.

Die Feinstaubbelastung des Faktors PM2,5 – Partikel, die kleiner als 2,5 Mikrometer sind, in die Lunge eintreten und die menschliche Gesundheit schädigen können – erreichte in einigen Messstationen im Süden Beijings 945 Mikrogramm pro Kubikmeter. Die Werte liegen weit über dem nationalen Standard von 75 Mikrogramm pro Kubikmeter.

Die extreme Luftverschmutzung dauert in den nördlichen Regionen seit Freitag an und wird laut Aussage des Ministeriums voraussichtlich noch bis Mittwoch anhalten.

Am Mittwoch hält laut dem Zentralen Wetteramt eine Kaltluftwelle Einzug, die sich von Westen nach Osten bewegt, und den Smog, der sich seit Freitag in Nordchina festgesetzt hat, vorerst davon bläst. (German.people.cn)

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