CIIPA-Symposium „Handel und Logistik“ in Berlin

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Das Foto zeigt v.l.n.r. Vize-Generalkonsul a.D. WANG Xiting, MDgt. a.D. Dr. Borchmann, Stv. CIIPA-Leiterin Frau Wang, Gesandter Botschaftsrat Wang, CIIPA-Direktor Deutschland Xu.
Das Foto zeigt v.l.n.r. Vize-Generalkonsul a.D. WANG Xiting, MDgt. a.D. Dr. Borchmann, Stv. CIIPA-Leiterin Frau Wang, Gesandter Botschaftsrat Wang, CIIPA-Direktor Deutschland Xu.

14.12.2015, Berlin – Um entsprechend den bilateralen Vereinbarungen auf höchster Regierungsebene die wechselseitigen deutsch-chinesischen Investitionen zu fördern hat die Investitionsförderungsagentur des chinesischen Handelsministeriums im Jahre 2014 die „China International Investment Promotion Agency (Germany)“ – CIIPA(G) gegründet. Sie arbeitet eng mit der Handelsabteilung der Provinz Zhejiang, der Handelsabteilung der Provinz Jiangxi, der wirtschaftlichen und technischen Entwicklungszone von Beijing, der wirtschaftlichen und technischen Entwicklungszone Tianjin Wuqing, der wirtschaftlichen und technischen Entwicklungszone Yantai, der High-Tech-Entwicklungszone Shijiazhuang und der Regierung der Provinz Jiangsu Taicang zusammen. Bereits kurze Zeit nach Aufbau und Konsolidierung hat die CIIPA Deutschland eine ambitionierte, jeweils branchenbezogene Veranstaltungsreihe „Opportunities in China“ aufgelegt. Nach Terminen in Frankfurt und Düsseldorf fand nunmehr am 8.12. die vierte Veranstaltung der Reihe im Chinesischen Kulturzentrum in Berlin statt, dem zentralen Ort deutsch-chinesischer Begegnungen in der Bundeshauptstadt. Hier ging es primär um die Zusammenarbeit von Handels- und Logistikunternehmen zum Aufbau eines Wirtschaftsgürtels entlang der Seidenstraße. Unter der bereits bewährten Moderation des Frankfurter CIIPA-Direktors XU Yaojun und seines Stellvertreters TANG Zheng standen im ersten Teil des Symposiums die grundsätzlichen Rahmenbedingungen der bilateralen Wirtschaftskooperation im Fokus. Hier unterstrich WANG Weidong, Gesandter Botschaftsrat und Leiter der Wirtschaftsabteilung der chinesischen Botschaft in Berlin, dass die chinesischen Investitionen in Deutschland ständig wüchsen. Andererseits gebe es, etwa verglichen mit den Investitionen in den USA, noch ein „großes Potenzial nach oben“. Die Seidenstraßeninitiative eröffne hierzu Chancen und Perspektiven. Nach wie vor bilde Deutschland den Schwerpunkt chinesischer Kooperation in Europa, allerdings bemühten sich Frankreich und Großbritannien zur Zeit sehr, nachzuziehen. Aus der CIIPA-Zentrale in Beijing hob deren Stv. Leiterin WANG Xu die Brückenbauer-Funktion ihrer Institution als verlängerter Arm des Wirtschafts- und Handelsministeriums (MOFCOM – Ministerium für Außenhandel und Wirtschaftliche Zusammenarbeit) hervor. Beim Besuch der Bundeskanzlerin in Beijing  sei u.a. eine enge Kooperation in den Bereichen „Made in China 2025“ und „Industrie 4.0 vereinbart worden. Die CIIPA biete hierzu einen umfassenden Netzwerkservice, zu dessen Effektivierung auch das Büro in Frankfurt aufgebaut worden sei. Zugleich arbeite man daran, dass auch deutsche Unternehmen ihre Möglichkeiten in China besser wahrnehmen könnten. Insgesamt gehe es um eine Verbindung von chinesischer Geschwindigkeit mit deutscher Qualität. Für German Trade and Invest (GTAI) merkte Abteilungsleiter Achim Hartig an, dass es bereits viele chinesische Unternehmen in Deutschland gebe, aber noch ein großes Potenzial zur Weiterentwicklung der bestehenden Situation. Sehr ausbaufähig sei die bilaterale Kooperation namentlich im Bereich der KMU, dem Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Der deutsche Chefrepräsentant der „Shanghai Foreign Investment Development Board“ und der Shanghai Freihandelszone, YANG Bing, stellte in einer Präsentation Entstehung und Bedeutung der Shanghaier Freihandelszone vor, es folgte eine Beschreibung der logistischen Standortvorteile der Region Berlin-Brandenburg von der ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH (ZAB). Den zweiten Teil der Veranstaltung charakterisierten einzelne Unternehmenspräsentationen. So stellte EPAL-Präsident Martin die Erfolgsgeschichte des Polzpalettensystems, auch seit 2008 in China, vor, und Abteilungsleiter Ingo Meidinger von Container Terminal Wilhelmshaven JadeWeserPort-Marketing unterstrich die vitale Bedeutung der Schaffung deutscher Tiefseehäfen. Für die Honssan GmbH sprach HUANG Dongliang über die Leistungen seines Unternehmens bei Zollabfertigung und beschleunigter Lieferung, Vedat Serbet beschrieb das Leistungsspektrum des Unternehmens Hellmann Group. Den Schlusspunkt bildeten die Ausführungen von ZHOU Jing, Yuxinou (Chongqing) Logistik GmbH, über den steigenden Güteraustausch zwischen China und Europa via Eisenbahn. (bo)

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