Jahresrückblick: Das waren die Top-Nachrichten 2015. Teil 1

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Rettungskräfte evakuieren Verletzte aus der Bataclan-Konzerthalle in Paris. Terroristen hatten die französische Hauptstadt am Abend des 13. Novembers mit mehreren tödlichen Anschlägen in Angst und Schrecken versetzt. (XINHUA/AP)
Rettungskräfte evakuieren Verletzte aus der Bataclan-Konzerthalle in Paris. Terroristen hatten die französische Hauptstadt am Abend des 13. Novembers mit mehreren tödlichen Anschlägen in Angst und Schrecken versetzt. (XINHUA/AP)

1. Weltweite Bedrohung durch den Terror 

Der Terrorismus griff weltweit weiter um sich. 2015 wurde die Welt Zeuge einer Reihe tödlicher Anschläge. Schauplätze waren der Mittlere Osten, Afrika, Europa und die USA. Paris war geriet gleich zweimal ins Visier der Terroristen, im Januar wurde die Satirezeitschrift Charlie Hebdo angegriffen, am Abend des 13. November folgten weitere tödliche Anschläge. Vorläufig letzter trauriger Höhepunkt waren die Schüsse auf eine soziale Einrichtung im kalifornischen San Bernardino am 2. Dezember. Radikale militante Gruppen wie Boko Haram in Nigeria und Al-Shabab in Somalia setzten in vielen Teilen Afrikas ihre entsetzlichen Massaker und Entführungen fort. 

Die zunehmende Zahl von Djihadisten, die in kriegsgeschüttelten Ländern wie dem Irak und Syrien Terrorvereinigungen beitreten und sich an ihren „Feinden“ rächen, stellt mittlerweile ein weltweites Sicherheitsrisiko dar. 

Der so genannte „Islamische Staat (IS)“ ist zur herausragendsten Bedrohung für die internationale Sicherheit geworden, auch weil er in der Lage ist, Anschläge außerhalb seines Machtzentrums durchzuführen. Eine von den Amerikanern angeführte Länderkoalition und Russland starteten Luftangriffe auf Syrien und den Irak, beide Seiten verfolgen damit allerdings unterschiedliche Ziele, da die Kontrolle über Syrien auf dem Spiel steht. Die internationale Gemeinschaft konnte allerdings noch keinen Konsens darüber erzielen, wie der Terrorismus und seine Wurzeln am besten zu bekämpfen sind.

Russische und syrische Regierungsstreitkräfte bombardieren am 13. Dezember von der Opposition kontrollierte Gebiete bei Damaskus.
Russische und syrische Regierungsstreitkräfte bombardieren am 13. Dezember von der Opposition kontrollierte Gebiete bei Damaskus.

2. Eskalation des Syrienkonflikts 

Fast sechs Jahre dauern die tödlichen Kämpfe im Syrienkonflikt mittlerweile an, er ist zu einem Schlachtfeld für die geopolitischen Interessen von Regierungschefs aus aller Welt sowie von bewaffneten Milizen geworden. 

Nach Ansicht des Westens muss Bashar Assad seine Macht abgeben, während Russland darauf besteht, dass sein Regime weiterhin die einzige legitime Instanz in Syrien darstellt, die staatliche Funktionen innehat. 

Am 30. September begann Russland mit Bombenangriffen auf Syrien, man befinde sich im Visier der IS-Terroristen, hieß es zur Begründung. Dieser Schritt löste eine ganze Reihe von Kettenreaktionen aus. Ein russisches Passagierflugzeug mit 224 Menschen an Bord wurde am 31. Oktober auf der ägyptischen Halbinsel Sinai vermutlich von der IS zum Absturz gebracht. Am 24. November schossen türkische Streitkräfte ein russisches Kampfflugzeug ab, weil es sich angeblich innerhalb des türkischen Luftraums aufgehalten hatte.  

Eine Lösung für die Syrienkrise scheint weiterhin ungewiss, die Gewalt eskaliert auf Kosten unschuldiger Zivilisten. 

Militärparade zum 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs auf dem Roten Platz in Moskau. ( XINHUA)
Militärparade zum 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs auf dem Roten Platz in Moskau. ( XINHUA)

3. 70. Jahrestag der Beendigung des Zweiten Weltkriegs 

In diesem Jahr wurde der 70. Jahrestag der Beendigung des Zweiten Weltkriegs begangen. Fast jedes Land gedachte auf seine Weise dieses historischen Ereignisses. 

Chinas Präsident Xi Jinping nahm am 9. Mai an einer großen Militärparade auf dem Roten Platz am Moskauer Kreml teil. Es war das erste Mal, dass ein chinesischer Staatsführer bei der russischen Gedenkfeier zum Sieg im Großen Vaterländischen Krieg (1941-1945) anwesend war. 

Regierungschefs aus aller Welt riefen erneut dazu auf, aus der Geschichte zu lernen, und forderten eine friedliche Entwicklung in der Welt.  (Beijing Rundschau)

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