China in Hamburg

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Lars Amenda

 

Verlag: Ellert & Richter; Auflage: 1. Auflage. (Oktober 2011)

Hamburg verfüge über besonders intensive und jahrhundertealte Verbindungen zu China – das ist immer wieder zu vernehmen. Und in der Tat: Aufgrund der Bedeutung des Hamburger Hafens entstanden seit dem frühen 19. Jahrhundert mannigfaltige Be- ziehungen zwischen dem fernen „Reich der Mitte“ und der Stadt an der Elbe. Hamburger Kaufleute ließen sich in chinesischen Hafenstädten wie Kanton und Shanghai nieder und betrieben von dort ihre Handelsgeschäfte. Der Hamburger Hafen diente als Brücke zwischen den Kontinenten. Über ihn gelangten auch Chinesen nach Deutschland und ließen sich in den 1920er Jahren im „Chinesenviertel“ auf St. Pauli nieder. Seit 1986 verbindet die Hansestadt mit Shanghai eine Städtepartnerschaft.

Der Band erzählt die Geschichte und Gegenwart von Chinesinnen- und Chinesen in Hanbao (Hamburg) und taucht ein in die ungleichen Welten von Kaufleuten, Reedern, Wirtschaftsmanagern, Politikern, Gastronomen und anderen. Bisweilen verblasste historische Spuren werden aufgezeigt und auch dunklere Kapitel wie die Verfolgung der Chinesen während der NS-Zeit thematisiert. Das chinesische Leben in der Hansestadt heute wird eingehend vorgestellt und die Erkundungsreise mit den Bestrebungen Hamburgs, sich als China- Zentrum zu etablieren, beendet.

Lars Amenda, geb. 1970, Dr. phil., ist Historiker und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) an der Universität Osnabrück. Lars Amenda hat zahlreiche Schriften zur Migrations- und Stadtgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts veröffentlicht. Zum Beispiel auch: Fremde – Hafen – Stadt. Chinesische Migration und ihre Wahrnehmung in Hamburg 1897- 1972, München/Hamburg 2006 (Forum Zeitgeschichte, Bd. 17)

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