Shandong – Spuren deutscher Geschichte in China

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Qingdao, Foto: FVA Shandong

Am Gelben Fluss gelegen gehört Shandong zu jenen Gegenden Chinas, in denen die ältesten Spuren menschlicher Siedlungen entdeckt wurden: Bis zu 6.000 Jahre alte Relikte weisen auf eine schon damals hoch entwickelte Agrargesellschaft hin. Neben den Wurzeln der chinesischen Gesellschaft entdecken Reisende in Shandong auch Spuren deutscher Geschichte in China.

Von 1889 bis 1914 besetzten die Deutschen den Hafen von Qingdao, legten die Grundlagen des heutigen Eisenbahnnetzes und bauten außerdem die erste Brauerei in China, die Bier nach dem deutschen Reinheitsgesetz herstellte. Heute gibt es in der Hafenstadt ein deutsches Viertel, in dem man sich wie in einer deutschen Kleinstadt fühlt. Hier gibt es Kirchen, Kopfsteinpflaster, Fachwerkhäuser mit Ziegeldächern und Fensterläden und ein ehemaliges Rathausgebäude. Der vielleicht wichtigste Einfluss des deutschen Kolonialismus ist die Tsingtao Brauerei, die 1903 gegründet wurde. Die Brauerei ist eine der größten Bierexporteure der Welt und der Ort, wo das legendäre Tsingtao Bier produziert wird. Einmal im Jahr wird in Qingdao das chinesisches Oktoberfest, das weltweit größte Bierfestival außerhalb Deutschlands, gefeiert.

Auf den Spuren von Konfuzius

In Qufu wandeln Besucher auf den Spuren des chinesischen Philosophen Konfuzius. Der von ihm begründete Konfuzianismus ist die Weltanschauung, die in China auch heute noch eine sehr große Bedeutung besitzt. Kong Qiu, so sein richtiger Name lebte zur Zeit der Östlichen Zhou-Dynastie zwischen 551 v. Chr. bis 479 v. Chr. in Shandong. Die menschliche Ordnung, die seiner Meinung nach durch Achtung vor anderen Menschen und Ahnenverehrung erreichbar sei, war das Kernthema seiner Lehren. Er sah es als seine Aufgabe, traditionelle Vorstellungen und soziale Normen im Dienste von Erziehung, dem Leben der Menschen und guter politischer Herrschaft umzugestalten.

Qufu beherbergt heute den größten Konfuziustempel des Landes und zahlreiche andere historische Highlights. 1994 wurden der Konfuziustempel, der Friedhof und die Residenz der Familie Kong von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.

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Konfuziustempel Qufu, Foto: FVA Shandong

Beeindruckende Landschaften

Spektakuläre Küstenstriche und atemberaubenden Berglandschaften prägen die Landschaft von Shandong.  Zu den bedeutsamsten Bergen gehört der Taishan, einer der fünf heiligen Berge des Daoismus. Die religiöse Verehrung des Tai-Bergs hat eine lange Tradition. Im Verlauf der chinesischen Geschichte sollen es insgesamt 72 Kaiser gewesen sein, die den Taishan mit ihrer Präsenz beehrten. Auch ganz entgegen seiner anti-traditionellen Doktrin bestieg selbst Mao Zedong diesen heiligen Gipfel.

Neben den beeindruckenden Gebirgen hat die Provinz Shandong auch eine 3.000 Kilometer lange Küste zu bieten. Die Küste der Provinz ist von Felsen, Buchten und Inseln geprägt, aber es gibt auch schöne und saubere Sandstrände. Wassersportler und Badeurlauber kommen in Qingdao gleichermaßen auf ihre Kosten. Im Hafen von Qingdao wurden während der Olympischen Sommerspiele 2008 die Wettbewerbe im Segeln ausgetragen. Qingdao hat sich somit als die Segelstadt Chinas etabliert.

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Tai Shan, Foto: Guosheng Liu

China Tours, Deutschlands führender China-Spezialist, biete eine 14-tägige Rundreise in die Provinz Shandong an. Mehr Infos

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