Chongqing wird zum Magneten für ausländische Investoren

0
1128
Bild: CRI

Eine Sonderwirtschaftszone in der im Südwesten Chinas gelegenen Stadt Chongqing zieht durch neue Kapitalströme, Steuererlassungen und Begünstigungspolitiken immer mehr ausländische Investoren an. Ziel der Maßnahmen ist, die Wirtschaftsentwicklung der regierungsunmittelbaren Stadt voranzutreiben.

Bild: CRI
Bild: CRI

In der 33. Etage eines modernen Wolkenkratzers im Herzen von Chongqings Finanzbezirk liegen die Büros von ENGIE – einem chinesisch-französischen Unternehmen, das Elektronik-, Kühl- und Heiz-Dienste für Industrieunternehmen anbietet. Dr. Zhang Jinbai ist der Unternehmens-Vertreter in Chongqing.

„Chongqing ist wirklich ein aktuelles Thema in China und für viele ausländische Investoren. Und nicht nur ausländische Investoren, auch inländische Investoren treten in den Markt von Chongqing ein. Wie finden wir ein Gleichgewicht, bei dem Investitionen ausländischer Investoren zugelassen werden und gleichzeitig die Interessen der verschiedenen Gruppen ausgeglichen sind.“

Zhang erklärt, das Wachstumspotential und die Flexibilität innerhalb der Politiken und Finanzen der städtischen Gebiete seien der Schlüssel für die Entwicklung des Unternehmens in China.

„Chongqing ist die dynamischste Stadt Chinas. Die Regierung von Chongqing hat hier das China-Singapur Initiativ-Demonstrationsprogramm unterzeichnet. Wir glauben daher, dass es viele Chancen gibt: Flughäfen, IT, finanzielle Aktivitäten. Als Energie-Spieler können wir unser Training und unsere Investitions-Fähigkeiten einbringen.“

Finanzdienste sind eine von vier Prioritäten der China-Singapur-Initiative, die sich auf Konnektivität und modernen Service konzentriert. Derzeit treiben etwa 246 Unternehmen aus Singapur ihre Geschäfte in Chongqing. Singapur ist damit der größte ausländische Investor der Stadt. Wu Shicun arbeitet beim Singapurischen Unternehmensverbund in Chongqing. Er sagt:

„Es gibt mehrere Vorteile in Chongqing. Erstens ist es eine große Stadt mit einer großen Bevölkerung und viel Landfläche. Noch wichtiger, die Regierung hat uns ermutigt, hier Investitionsprojekte durchzuführen. Durch den Betrieb der Yuxinou-Eisenbahn wurden außerdem große Fortschritte in den Bereichen Logistik sowie internationale Finanzen und Handel gemacht.“

Die Unterstützung der Regierung zeigt sich in der Sonderwirtschaftszone Liangjiang – eine von drei solcher Zonen in China – hinter Shanghais Pudong und Tianjins Binhai. Sie wurde im Juni 2010 gegründet und liegt im Stadtzentrum von Chongqing, nördlich des Yangtze-Flusses und östlich des Jialing. Sie umfasst 1.200 Quadratkilometer. Autoindustrie, IT und Ausrüstungsproduktion sind die drei Hauptindustrien, die das Wirtschaftswachstum gefördert haben. Aber in den nächsten fünf Jahren sollen zehn neue Industrien in Liangjiang entstehen, unter anderem intelligente Autoherstellung, Smart-Geräte, Cloud Computing und Biomedizin.

Tang Zongwei, stellvertretender Direktor des Betriebskomitees von Liangjiang, erklärt:

„In Bezug auf die Anpassung der Industriestruktur ist unser Ziel für Liangjiang, dass der Produktionswert der drei traditionellen Industrien bis 2020 600 Milliarden Yuan erreicht, während der Produktionswert der anderen neuen Industrien bei 450 Milliarden Yuan liegt. Innerhalb der neuen Industrien wollen wir 80 Milliarden Yuan durch die Produktion von alternativ angetriebenen Fahrzeugen erreichen.“

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here