Forscher für Genmanipulation angezweifelt

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Ein chinesischer Forscher, der behauptet, eine neuartige Technologie für Genmanipulation erfunden zu haben, geriet in den letzten Tagen immer wieder unter den Beschluss von Fachkollegen. Diese waren nicht imstande, die Ergebnisse der Experimente zu reproduzieren.

Ein Sprecher der Hebei University of Science and Technology, an der der außerordentliche Professor Han Chunyu arbeitet, teilte am Montag mit, dass Han einen Monat Zeit habe unter Aufsicht seine Forschungsergebnisse zu überprüfen. Han Chunyu veröffentlichte in der Mai-Ausgabe der Fachzeitschrift „Nature Biotechnology“ eine Arbeit, die eine auf NgAgo getaufte neue Genombearbeitungstechnologie beschreibt, die als Alternative zur gängigen CRISPR/Cas9 Technik gelten könnte. Da Chinas Bemühungen um wissenschaftlich-technische Errungenschaften zurzeit auf Hochtouren laufen, sorgte Hans Erfindung in gewissen Kreisen zweifelsohne für eine Sensation. Dennoch wurden seine Ergebnisse umgehend von mehreren Fachkollegen mit Zweifeln betrachtet, darunter Gaetan Burgio von der Australian National University, der sich beschwerte, dass die Versuchsergebnisse von Han Chunyu nicht reproduzierbar seien.

In einem Artikel schrieb Burgio, dass sein Labor mit verschiedenen Einstellungen und drei unterschiedlichen Genen vergeblich versucht habe, einen Beweis für den Genombearbeitungsvorgang anhand der NgAgo-Technologie zu finden. Laut eigenen Angaben sind bei der Fachzeitschrift „Nature Biotechnology“ bis zum Dienstag bereits mehrere Anfragen dazu eingegangen. Die Zeitschrift selbst sei nun Gegenstand einer Untersuchung.

Han Chunyu seinerseits sagte, wissenschaftliche Errungenschaften sollten sich kontinuierlich in Zeit und Praxis bewähren. Er sei davon überzeugt, dass seine Ergebnisse von anderen Forschern reproduziert werden könnten, da das Experiment in seinem Labor mehrfach erfolgreich durchgeführt worden war.

Etliche chinesische Biologen haben Han Chunyus Forschungsarbeit zurückhaltend verteidigt. Sie gehen davon aus, dass neue Technologien manchmal Anpassungen benötigten. Es bestünden immer wieder Bedenken und Zweifel, die angesprochen werden müssten. (German.cri.cn)

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Foto: CNSphoto.com

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