Zibo in Shandong: Wiege der Qi-Kultur

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Bild: FVA Shandong

Zibo im Herzen Shandongs gelegen hat eine Fläche von 5.938 km² und zählt 4,2 Mio. Einwohner. Die Stadt ist die Wiege der Qi-Kultur und somit kulturhistorisch sehr wichtig in China. Das im 11. Jahrhundert vom Zhou-König Wen gegründete Königreich legte viel Wert auf wirtschaftliche und politische Neuerungen. Damals gehörte Zibo zu den größten und belebtesten Städten im Orient.

Im Bezirk Linzi befindet sich das sehr gut erhaltene Grab des 25. Qi-Königs Jinggong. In zwei Reihen aufgestellt, wurden über 600 Pferde als Opfer mit begraben. Das ist die größte Grabbeigabe an Pferden weltweit und spiegelt die Stärke des Königs wider. Im Museum für antike Wagen werden in zwei Ausstellungshallen Exponate alter Wagen aus der Frühlings- und Herbstperiode sowie aus weiter zurück liegenden Epochen gezeigt. Artefakte von Streiwagen und Pferden aus der Frühzeit sind sehr gut erhalten. Seit 1990 zählt diese archäologische Entdeckung zu den größten Chinas.

Die Porzellanproduktion in Zibo ist mehr als 6000 Jahre alt. Im Bezirk Zhangdian zeigt mit einer Ausstellungsfläche von 40.000 Quadratmetern eines der größten Porzellan-Museen mehr als 2000 antike und moderne Exponate der verschiedenen Perioden. In den Straßen der Altstadt Zhoucuns können Besucher traditionelle Volkskunst erleben. Der Handel in Zhoucun blühte im frühen 20. Jahrhundert auf und so wurde Zhoucun ein wichtiges Zentrum für Banker als auch für Seide und Tabak. Heute laden viele kleine Läden, Museen und Restaurants in der Altstadt zum Verweilen ein. (cth)

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