Europa als Shopping – Destination für chinesische Reisende

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Quelle: bo

„Europa als Shopping-Destination für chinesische Reisende“:  Unter diesem Thema hatte ein Frankfurter Unternehmen zu einer Pressekonferenz zu den „neuesten Trends im chinesischen Outbound-Tourismus“  sowie „professionellen Einschätzungen des chinesischen Verbraucherverhaltens“ am 3.3.2017 in den Festsaal von Steigenbergers Frankfurter Hof eingeladen. Finales Ziel der Veranstaltung  war die Vorstellung einer Kooperationsvereinbarung zwischen verschiedenen auf dem chinesischen Reisemarkt tätigen Veranstaltern mit dem chinesischen Onlinebezahlsystem Alipay, das chinesischen Touristen bei Nutzung von Alipay die gebührenfreie Rückerstattung von Umsatzsteuern in China gewährleisten soll. In der Tat konnten die Veranstalter „hochkarätige Gäste“ – so der Einladungstext aufbieten, die manche wesentlichen Entwicklungen des chinesischen Tourismusmarktes zu skizzieren vermochten. So wies Botschaftsrat ZHU Weige, Leiter der Wirtschaftsabteilung des Generalkonsulats der VR China, allgemein auf die glänzenden aktuellen Rahmenbedingungen der bilateralen Beziehungen hin. In diesem Jahr werde das 45jährige Bestehen der diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Staaten gefeiert, verbunden mit vielen hochrangigen Besuchen und weiteren Veranstaltungen. Was den Reisemarkt betreffe, so sei der Tourismussektor Bestandteil der erfolgreichen bilateralen Wirtschaftsbeziehungen. Chinesische Touristen kämen nicht nur nach Deutschland, um die Landschaft zu betrachten, sondern auch um einzukaufen. Und dieses Einkaufsverhalten könne durch Verbesserungen bei der „Tax-free-Rückzahlung“ weiter gefordert werden. Hier helfe zudem ein freundlicheres Verhalten deutscher Zollvertreter gegenüber chinesischen Touristen. Direktor SHI Xiang, Leiter des  das in Frankfurt ansässigen Fremdenverkehrsamtes (FVA) der VR China, dankte für den Beitrag, den zahlreiche Reiseunternehmen für die dynamische Touristikentwicklung geleistet hätten. Zwar seien Reisen aus Deutschland nach China etwas zurückgegangen, dafür steige die Zahl der chinesischen Besucher aber weiter. Neben Gruppenreisen nähmen vor allem die Individualreisen weiter zu. Sehr positiv entwickle sich das Einkaufsverhalten. Insgesamt prognostizierte Direktor Shi einen weiteren Anstieg des Reisemarktes. Aus Mediensicht beschrieb GUAN Kejiang, Büroleiter von People’s Daily in Berlin, die spezielle Attraktivität der Destination Frankfurt für chinesische Touristen. Auch ihn selbst ziehe es wegen der ausnehmend guten China Restaurants in Frankfurt immer wieder in die Main-Metropole. Die positive Entwicklung des Reisemarktes belegte er ausführlich statistisch. Ein besonderer Wert sei aber auch, dass eine solche Steigerung zugleich die Menschen und ihre Kulturen einander näher brächten. Von Medienseite aus könne er zusichern, dass man diese Entwicklung engagiert begleiten werde. Frau HU Xiaoqiong von der Londoner Niederlassung von Alipay beschrieb zunächst die Entstehung und heutige Struktur von Alibaba, um sich dann den Zielsetzungen von Alipay zuzuwenden: Man strebe ein digitales Angebot an, das dem Nutzer die umfassende Alltagsbewältigung ermögliche. Und: Man strebe an, die Plattform zunehmend auch nach Europa expandieren zu lassen. Gute Prognosen für die Entwicklung des Reisemarktes und die Bedeutung des „Tax-free-Einkaufes“ hoben schließlich auch die Vertreter der Veranstalter hervor, nämlich FENG Bin Vorstand Utour Gruppe), REN Jun (Vize-Präsident Caissa) und YANG Yang (CEO Travel Easy). (bo)

Das Foto zeigt FVA-Direktor Shi bei seinem Vortrag.

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