Neue Gesetze schützen die Jiaozhou-Bucht in Qingdao

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Die Jiaozhou-Bucht in Qingdao hatte in den vergangenen Jahren mit schweren Umweltverschmutzungen zu kämpfen.

Quelle: cri

Um die Verschlechterung einzudämmen, hat die Stadtregierung mehrere Maßnahmen ergriffen. Eine wichtige ist die Ausarbeitung und Erlassung von verschiedenen Vorschriften für den Schutz der Jiaozhou-Bucht. Damit sollen die Gewässer künftig viel strenger geschützt werden…

Zhang Hongliang ist Ingenieur beim Umweltzentrum für nordchinesische Seegebiete des staatlichen Amts für Seeverwaltung. Seit mehr als 30 Jahren forscht er auf dem Gebiet der Ozeanologie.

„In den 1950er und 1960er Jahren konnten wir in Cangkou (in der Jiaozhou-Bucht) 141 Arten vom Lebewesen bestimmen, Mitte der 1980er Jahre dann nur noch 27. In den 1990er Jahren sagten manche Forscher, dass es in einigen Gewässergebieten nur zwei Arten von Lebewesen gäbe, und um dies zu überprüfen, haben wir dann eine Sonderuntersuchung durchgesetzt und dabei 19 Arten festgestellt.“

Mit der wilden Landgewinnung, Zucht von Meeresprodukten und Abwasserverschmutzung ist die Umwelt in der Jiaozhou-Bucht seit den 1980er Jahren weiter beschädigt worden. Sie wurde auch geographisch wesentlich kleiner. 2010 betrug die Fläche der Bucht 362 Quadratkilometer, ein Drittel weniger als vor der Einführung der Reform und Öffnungspolitik Chinas 1978. Der Zustand war so kritisch, dass die Stadtregierung von Qingdao 2012 eine wichtige Entscheidung traf und Vorschriften für Schutzzonen der Jiaozhou-Bucht erließ. Demnach sind in Gewässern innerhalb der Schutzzonen alle Aktivitäten zur beispielsweise Landgewinnung oder andere umweltschädigende Baumaßnahmen verboten.

Liu Zhirong von der Abteilung für Gesetze und Vorschriften des ständigen Ausschusses des Volkskongresses von Qingdao war an der Ausarbeitung beteiligt.

„Bei der Ausarbeitung der Vorschriften standen wir unter großem Druck. Wir haben alle Stadtbezirke von Qingdao besucht und dabei Fragen gesammelt, Antworten überlegt, und dann überprüft, ob die Antworten funktionierten. Das Parteikomitee hat uns große Unterstützung gewährt, dann hatten wir sehr großen Spielraum bei der Ausarbeitung. Am wichtigsten ist es, diese Bucht zu erhalten, sonst kann von Entwicklung gar keine Rede sein.“

Am 1. September 2014 traten die neuen Vorschriften in Kraft. Zwei Jahre später hat der ständige Ausschuss des Volkskongresses von Qingdao begonnen, die Vollstreckung der Vorschriften zu überprüfen. Am 1. November 2016 fand eine Anhörung dazu statt. Die Verantwortlichen von mehreren Stadtbehörden wie See- und Fischereiamt, Forstwirtschaftsamt, Umweltschutzamt und Stadtplanungsamt beantworteten dabei Fragen von Mitgliedern des ständigen Ausschusses des Volkskongresses der Stadt. Der Vizedirektor des lokalen See- und Fischereiamts, Sun Yuntan sagte nach der Anhörung:

„Ich fühle eine schwere Verantwortung auf unseren Schultern lasten. Wir müssen unsere Jiaozhou-Bucht wie unsere Augen schützen.“

Mit den neuen Vorschriften ist ein starker Schutzschirm für Jiaozhou entstanden. Das beruhigt auch Zhang Hongliang:

„Mittlerweile sind die Bauprojekte bei der Jiaozhou-Bucht gestoppt worden. Es sind einige Feuchtgebiete entstanden. Obwohl es immer noch Probleme im Umweltschutz gibt, haben wir auch schon Gegenmaßnahmen ergriffen. Sowohl die Verwaltung und die Einwohner haben ein neues Bewusstsein zum Schutz der Jiaozhou-Bucht und zum Schutz der Küstengebiete in Qingdao, darüber bin ich sehr erfreut.“ (cri)

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