Hannover Messe 2017: Chinesische Aussteller ganz vorne

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Quelle: bo

Digitalisierung und Industrie 4.0 waren das Leitthema der diesjährigen Hannover Messe,  nach wie vor die größte Investitionsgütermesse der Welt. Es liegt auf der Hand, dass dieser Bereich eine nachhaltige Attraktivität namentlich auf chinesische Aussteller hatte, die mit einer beeindruckenden Zahl von 1.300 Ausstellern aufwarten konnten. 

Wie gewohnt kamen die meisten Aussteller auf der Hannover-Messe auch in diesem Jahr aus Deutschland. Doch zum ersten Mal belegte China den zweiten Platz bei der Ausstellerzahl und der Standfläche und verdrängte Italien auf den dritten Platz. Kern und Kristallisationspunkt der chinesischen Stände bildete die Standfläche „Invest in China“ und „Chinesisch-Deutsche Industriestädteallianz“, die am 24.4.2017 feierlich und von prominenten Akteuren zeremoniell eröffnet wurde. Aus Beijing angereist war LIU Dianxun, Leiter der Investment Promotion Agency (CIPA) des chinesischen Handelsministeriums, aus Wien LI Yong, Leiter der UNIDO (United Nations Industrial Development Organization). Die Eröffnung mündete unmittelbar in ein Diskussionsforum über chinesisch-deutsche Kooperation im Bereich der intelligenten Fertigung, organisiert von CIPA, der genannten Industriestädteallianz, Germany Trade & Invest (GTAI), GIZ und der großen chinesischen Zeitung Nouvelles d’Europe. Zum Auftakt erinnerte CIPA-Chef Liu daran, dass 2016 die chinesischen Investitionen in Deutschland erstmals die deutschen in China übertrafen. Die Wirtschaft in beiden Ländern stehe im Zeichen des digitalen Wandels. Liu ermunterte deutsche Unternehmen weiter zu Investitionen in China: China seinerseits unterstütze dies durch mehr Transparenz und Erleichterung des Marktzugangs. Nicht zuletzt die Eröffnung einer Repräsentanz seiner Behörde 2014 in Frankfurt dokumentiere, wie wichtig China die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen seien. Die Bedeutung dieser Repräsentanz für diese Beziehungen unterstrich auch UNIDO-Chef Li ebenso wie den besonderen Stellenwert gerade der chinesisch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen. Namentlich in diesen Zeiten sei eine solche Kooperation unverzichtbar, denn die „digitale Revolution“ sei eine große Herausforderung für alle gesellschaftlichen Bereiche, ebenso wie speziell auch für die Entwicklungsländer. Seitens der deutschen GTAI betonte Direktor Achim Hartig die parallele Aufgabenstellung seiner Organisation zur CIPA und erinnerte daran, dass in Deutschland ausländische Unternehmen gleichen Marktzugang hätten wie deutsche. Hier sei es Sache Chinas, entsprechende Bedingungen zu schaffen. Die Grüße der chinesischen Botschaft überbrachte Gesandter Botschaftsrat WANG Weidong, zugleich in Berlin Leiter der Wirtschaftsabteilung. Auch er dankte der engagierten Arbeit der CIPA zugunsten der gerade im Hinblick auf die weltwirtschaftliche Lage nicht zu überschätzenden deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen. Diese Wirtschaftsbeziehungen seien kein „Nullsummenspiel“, sondern bedeuteten für beide Seiten eine „Win-Win-Situation“. Die Eröffnungsveranstaltung schloss mit Dialogforen, in denen u.a. verschiedene chinesische Gebietskörperschaften ihre speziellen wirtschaftlichen Parameter darstellten, so Taicang („besonders viele deutsche mittelständische Unternehmen angesiedelt“), Ningbo („chinesische Vorzeigestadt in Sachen Made in China 2025“, „einzige chinesische Stadt mit einem Digitalisierungsaktionsplan), die Provinz Shanxi („Kohleprovinz und moderne Energiewirtschaft“, „niedrigste Energiekosten in China“) und Foshan („Chinesisch-Deutsche Industrie-Service-Zone“). (bo)

Quelle: bo

Das Foto zeigt CIPA-Chef LIU Dianxun bei der feierlichen Eröffnung.

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