Beijing stellt mehr soziale Mietwohnungen zur Verfügung

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Quelle: cri

Laut einer aktuellen Umfrage von China Youth Daily kommen viele junge Chinesen wegen der hohen Immobilienpreise nicht umhin, Großstädte wie Beijing zu verlassen. Angesichts dieser Situation haben die zuständigen Behörden, darunter das Beijinger Zentrum für Öffentlichen Wohnungsbau ein Pilotprojekt angekündigt. Über 30 Prozent der 300 Wohnungen im Bezirk Chaoyang und 100 Wohnungen im Bezirk Daxing werden Menschen ohne lokalen Hukou, also ohne lokal gemeldeten ständigen Wohnsitz, zugewiesen.

Quelle: cri

Li Hongchang von der staatlichen Kommission für Entwicklung und Reform sagte:

„Im Rahmen des neuen Projekts sollen mehr Apartments als Mietwohnungen zur Verfügung stehen. Die Häuser sollen nicht als Investitionsobjekte gekauft werden und stehen leer. Das soll sich positiv auf den Immobilienmarkt auswirken. Zur gleichen Zeit erkennen wir die Beiträge der Zugewanderten zur Entwicklung Beijings an. Sie sollen auch Zugang zu den öffentlichen Mietwohnungen und Wohnungen zu einem festen Preis haben.“

Dennoch wird sich das neue Projekt nur begrenzt auf den allgemeinen Immobilienmarkt in Beijing auswirken. Immer mehr Einwohner der Hauptstadt können sich ihre Wohnungen nicht mehr leisten.

Zur Lösung des Problems seien allerdings inzwischen Maßnahmen ergriffen worden, teilte Li mit:

„Öffentliche Mietwohnungen und eigengenutzte Wohnungen sind insgesamt knapp in Beijing. Deshalb sollten wir den Menschen mehr Mietwohnungen zur Verfügung stellen. Außerdem besteht derzeit ein Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Immobilienmarkt. Bestimmte Faktoren sollen daher in dem neuen Projekt berücksichtigt werden, wie z.B. wie lange man hier gelebt hat und wie viele Familienmitglieder es gibt.“

Neben den Mietwohnungen planen die Behörden in Beijing auch, den Menschen, die keinen lokalen Hukou haben aber dennoch eine eigene Wohnung kaufen möchten, 780 Wohnungen zur Verfügung zu stellen.

Laut Li Hongchang ist das Pilotprojekt Teil von der Stadtplanung Beijings.

„Diese Politik zugunsten der Bevölkerung passt zur definierten Hauptstadt-Funktion Beijings. Beijing soll als politisches, kulturelles, internationales Bildungszentrum und zugleich als Zentrum für wissenschaftlich-technische Innovationen dienen. Jeder, der die Anforderungen dieser vier Funktionen erfüllt, wird ermutigt, in Beijing zu bleiben. Mit dem neuen Projekt, das die Stadtplanung und die Industrieverteilung in sich vereinigt, kann die Regierung ihr Ziel nun leichter erreichen.“

Statistiken zufolge leben zurzeit über 10.000 Familien in Beijing in öffentlichen Mietwohnungen. 3.000 davon haben inzwischen Hauskaufverträge unterzeichnet. (cri)

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