Nanjing bewirbt sich als UNESCO-Stadt der Literatur

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Quelle: cri

Nanjing, die Hauptstadt der ostchinesischen Provinz Jiangsu, setzt sich der Abendzeitung „Yangtse Evening Post“ zufolge mit einer jüngst eingeleiteten Bewerbung dafür ein, die erste chinesische UNESCO-„City of Literature“ zu werden.

Quelle: cri

Mit einer Geschichte von über 2.500 Jahren nimmt Nanjing als Hauptstadt mehrerer chinesischer Dynastien eine besondere Stellung in der Geschichte und Kultur des antiken China ein. Bekannt ist Nanjing außerdem für seine literarische Geschichte und sein kulturelles Erbe. So beherbergt die Stadt ein UNESCO-Weltkulturerbe und vier immaterielle Weltkulturerben.

Chinaweit gilt Nanjing mit über 100 Kulturzentren und 300 Buchhandlungen schon längst als Stadt der Dichtung und als Drehscheibe der Literatur. Nanjing ist zudem Heimat mehrerer weltbekannter Schriftsteller, darunter Cao Xueqin, Autor des klassischen Romans „Der Traum der Roten Kammer“.

Das UNESCO-Programm „Creative Cities“ gibt es seit 2004 in sieben Kategorien: Handwerk, Design, Film, Gastronomie, Literatur, Musik und Medienkunst. Inzwischen hat die UNESCO insgesamt 20 Städte zu „Cities of Literature“ ernannt, darunter Krakau, Edinburgh, Heidelberg und Iowa City.

Huang Fan ist ein in Nanjing ansässiger Dichter und Schriftsteller. Ihm zufolge ist Nanjing ohnehin eine allgemein anerkannte Stadt der Literatur. Trotzdem würde ein zusätzlicher UNESCO-Titel zur Weiterentwicklung der Stadt beitragen. Der damit einhergehende Austausch mit anderen Städten der Literatur würde der Außenwelt ein besseres Verständnis für Nanjing verleihen.

Bi Feiyu, Schriftsteller und Professor der Kunst-Fakultät der Nanjing-Universität, sagte, es brauche mehr als nur kulturelles Erbe oder eine Vielzahl an Schriftstellern, um den Titel „Stadt der Literatur“ zu erhalten. Was noch wichtiger sei, sei die Beteiligung normaler Bürger an kulturellen Aktivitäten wie Lesen. (cri)

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