Gäste begeistert von den sagenhaften Schätzen Chinas

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Sonderausstellung „EAST MEETS WEST – Maritime Seidenstraße im 13. bis 17. Jahrhundert“ des Guangdong Museums im Maritimen Museum feierlich eröffnet

Quelle: Internationales Maritimes Museum

Was die Länder miteinander verbindet sind nicht die Ozeane, es sind die Menschen auf den Schiffen“, sagte einst der französische Historiker Braudel. Ein schöneres Zitat hätte der stellvertretende Administrator der staatlichen Kulturerbe-Verwaltung Chinas, Herr Liu Shu Gang, nicht in seine Rede zur Eröffnung der Sonderausstellung „East meets West“ einbauen können. Und er fügte an: „In unserer Ausstellung wollen wir die Geschichten erzählen, die Geschichten dieser Menschen auf den Schiffen, aus Europa und Asien.“

Ausgehend von der Perspektive des 13. und 17. Jahrhunderts habe man Schätze aus Handel, Religion, Kulturaustausch und Kulturgeschichte ausgewählt, anhand derer die Entstehung und die historische Entwicklung der maritimen Seidenstraße verdeutlich werde, führte er weiter aus und sagte: „Wir glauben, dass Chinesen und Europäer, die bei Wind und Wetter ihre Segel setzten und die Ozeane durchquerten, gemeinsam den Osten und den Westen durch das Band der maritimen Seidenstraße miteinander verbunden haben.“

Museumsvorstand Peter Tamm, der die 300 Gäste der feierlichen Eröffnungsveranstaltung mit einer pointierten und bewegenden Rede begrüßt hatte, erinnerte an das Credo des Maritimen Museums, Geschichte für die nachfolgenden Generationen erfahrbar und zugänglich zu machen und zu erhalten. „Die Ausstellung ,East meets West’ passt daher ganz hervorragend in unser Haus und wir waren dankbar und stolz, als Herr Chen Ping mit der Idee auf uns zu kam, sie hier in Hamburg europaweit zum ersten Mal zu zeigen.“ Aus der Beschäftigung mit der spannenden Geschichte der Seidenstraße sei in China die Initiative „One Belt, One Road – Ein Gürtel, eine Straße“ entstanden, die die legendäre Seidenstraße als Handelsroute neu beleben werde. „So entsteht aus einer Ausstellung, die sich hier und heute mit der Geschichte der legendären Seidenstraße befasst, auch die Möglichkeit, die Zukunft unserer Welt und  unseren kulturellen Austausch aktiv mitzugestalten“, so Tamm.  Und wir alle könnten aus der Globalisierung von damals für die Globalisierung von heute und morgen lernen.

Ein Gedanke, den auch der chinesische Botschafter Herr Shi Mingde in seiner Rede betonte, die besonders die deutsch-chinesische Partnerschaft hervorhob und die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit beider Museen unterstrich. Unter den Festrednern ging auch Kultursenator Dr. Carsten Brosda auf den wertvollen, kulturellen Austausch und die deutsch-chinesische Freundschaft ein.

Mit großer Begeisterung näherten sich die Gäste, darunter unter anderem Ministerpräsident Torsten Albig, Hans-Helmut Weisser, die Reeder Nikolaus W. und Nikolaus H. Schües, Eugen Block, sowie viele weitere Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur und von den chinesischen Partnern u.a. der stellvertretende Direktor des Guangdong Museums Herr Ruan Hua Duan, Botschaftsrat Herr Chen Ping und Generalkonsul Herr Sun Congbin, dann auf den Ausstellungsdeck 1 und 2 den Schätzen aus China: Interessante Gespräche, Begegnungen und neue Einsichten zwischen kunstvollem Porzellan, Vasen, wertvollen Schmuckstücken, Goldbarren, Steinstauen und anderen Funden, die überwiegend aus den Wracks zweier chinesischer Handelsschiffe aus dem 13. Jahrhundert, die vor der  südchinesischen Küste geborgen wurden, stammen und nun erstmals außerhalb Chinas gezeigt werden.

Die Sonderausstellung „East meets West – Maritime Seidenstraße im 13. Bis 17. Jahrhundert“ ist bis zum 10. September 2017 auf Deck 1 und 2 des Museums zu sehen. Zur Ausstellung ist ein reich bebildertes und spannendes Begleitbuch in Koehlers Verlagsgesellschaft erschienen. Mehr Infos unter www.koehler-books.de

 

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