Seidenstraßen-Initiative fördert Ausbau der Informations-infrastruktur Xinjiangs

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2015 wurde im uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang eine neue intelligente Übersetzungssoftware auf den Markt gebracht. Die Software kann Uigurisch ins Chinesische und umgekehrt übersetzen. Damit können Han-Chinesen und Uiguren leichter miteinander kommunizieren. Das Programm hat bislang 500.000 Nutzer.

Quelle: cri

Xinjiang ist seit alters her ein Gebiet, wo sich viele Nationalitäten sammeln. Rund 12 Millionen Menschen sprechen dort Uigurisch, Kasachisch und Kirgisisch. Das sind 60 Prozent der Gesamtbevölkerung in Xinjiang. Die Übersetzungssoftware „Chinesisch-Uigurisch“ ist dort sehr bekannt und spiegelt die riesige Nachfrage der Bürger Xinjiangs nach Informationsprodukten vor dem Hintergrund, dass Informationen und die Kommunikation immer mehr durch das Internet bestimmt werden. Um diese Nachfrage zu befriedigen, hat der Staat große Anstrengungen unternommen, Informationen mehrsprachig für die nationalen Minderheiten in Xinjiang bereitzustellen. Nun gibt es eine Menge Übersetzungs- und Büro-Softwares und zweisprachige Apps, die mittlerweile sehr verbreitet sind. Diese ermöglichen allen Nationalitäten in Xinjiang, sich einfacher mit dem PC und dem Internet vertraut zu machen. So können auch sie die Vorzüge der modernen Informationstechnik genießen.

Wang Guoping hat ebenfalls vom Ausbau der Informationsinfrastruktur in Xinjiang profitiert. Sie arbeitet für das Amt für Qualitätskontrolle im Autonomen Bezirk Changji der Hui. Sie sagte:

„Die moderne Informatisierung macht unser Leben viel leichter. Wir können mit dem Handy nach Busverbindungen und nach guten Restaurants suchen, Fahrrad fahren, und uns im Krankenhaus anmelden. Das ist sehr praktisch“

Wushour Silamu, der Entwickler der Übersetzungssoftware, erklärte:

„Das zweisprachige Smartphone ist schnell bei den nationalen Minderheiten im Süden von Xinjiang populär geworden. Damit konnten die meisten Landwirte und Hirten zum Internet-Zeitalter aufschließen. Die zweisprachige Bildungsmöglichkeit hat das Problem des Mangels an zweisprachigen Lehrern teilweise gelöst und das Mandarin-Lernen verbessert. Damit konnte das zweisprachige Bildungsniveau angehoben werden.“

Xinjiang macht ein Sechstel der Landesfläche Chinas aus und liegt zwischen Asien und Europa. Xinjiang grenzt an acht Länder und ist die zentrale Wirtschaftsregion an der Seidenstraße. Vor dem Hintergrund, dass der Staat die Informatisierung tatkräftig fördert und die Seidenstraßen-Initiative aufbaut, steht Xinjiang vor historischen Chancen. Wushour Silamu erklärt:

„Es ist wichtig, die Informationsquellen zu erweitern, sowohl für die Wirtschafts- und Gesellschaftsentwicklung in Xinjiang als auch für den Aufbau des wirtschaftlichen Kerngebiets an der Seidenstraße. Es ist so wichtig wie Infrastruktur, wie Luftfahrt, Eisenbahnen und Straßen. Jetzt ist die Zeit von Big Data, Cloud Computing, intelligenter Technik und Internet. Dazu sollten wir den Aufbau der Informationskanäle in Xinjiang tatkräftig fördern, was eine wichtige Rolle beim Aufbau des Wirtschaftsgebiets an der Seidenstraße spielen wird. Ich denke, die Informatisierung ist sehr wichtig, besonders bei der Wahrung der Stabilität, der Bekämpfung des Terrorismus und der Sicherheit des Internets. Die Informatisierung ist außerdem die Voraussetzung und die Basis für intelligente Logistik, intelligenten elektronischen Handel sowie elektronische Kommunikation. Nur wenn die Informatisierung in Xinjiang tatkräftig gefördert wird, können wir besser mit unseren Nachbarländern zusammen arbeiten und kommunizieren.“

Die Infrastruktur der Kommunikationsmöglichkeiten hat sich immer weiter verbessert und die Forschung der Informationsindustrie ist verstärkt worden. Die Informatisierung in Xinjiang befindet sich auf der Überholspur.

Der Softwarepark in Urumqi ist bereits fertig und in Betrieb genommen worden. 217 Unternehmen sind dort ansässig und über 100 Sprach- Softwares wurden hier entwickelt. Professor Silamu und seine Forschungsgruppe haben auch geplant, auf Basis des Übersetzungssoftwares Chinesisch-Uigurisch und Chinesisch-Kasachisch Übersetzungs-Software für ganz Asien und auch für Europa zu entwickeln.

Momentan befindet sich das große Laserkabel zur Übertragung von internationalen Daten zwischen Urumqi und Asien, Europa und Afrika im Bau. Über zehn Laserkabel zwischen Xinjiang und Zentralasien sowie Europa sind bereits in Benutzung. Außerdem haben 15 Telekommunikationsanbieter aus acht Staaten einschließlich China, Russland, Pakistan, Kasachstan und dem Iran 2016 in Urumqi eine gemeinsame Erklärung vorgelegt, die „Datenautobahn zwischen Asien und Europa“ gemeinsam aufzubauen. Xinjiang hat diese Chance ergriffen, um seine Informationsinfrastruktur zu erhöhen.

Vor kurzem wurde der Industrie-Park in der Stadt Karamay fertiggestellt und in Betrieb genommen. Dort sammeln sich zahlreiche wichtige Unternehmen und wichtige staatliche Projekte, einschließlich der Datenzentrale für Cloud Service von Huawei, der Datenzentrale von CNPC sowie der Big Data-Zentrale der Seidenstraßen-Initiative.

In den kommenden Jahren wird der Cloud Computing-Industriepark in Karamay die Bündelung der Datenressourcen und die Datenverwaltung sowie die Datenverwendung in den Staaten und Regionen entlang der Seidenstraße fördern, um eine Informationszentrale an der Seidenstraße aufzubauen. Der Vorsitzende des Parks, Li Yun, teilte mit:

„Wir werden die Infrastruktur verbessern, um unsere Konkurrenzfähigkeit zu erhöhen. Außerdem werden wir unsere Ressourcen noch stärker vernetzen und Verbindung zwischen uns und den Binnenmärkten und den Märkten Zentralasiens herstellen. So können unsere IT-Dienstleistungen auch nach draußen transportiert werden.“

In Zukunft wird die Informatisierung in Xinjiang zum Aufschwung beitragen. Der Traum von einer gemeinsamen Entwicklung der Staaten entlang der Seidenstraße wird allmählich Wirklichkeit. (cri)

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