Delegation aus Taicang besucht Frankfurt

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Das Foto zeigt die Delegation bei ihrem Besuch in Frankfurt, vorne v.l.n.r. Stv. Direktor SONG Zhiqin, Leiter Ma, Dr. Borchmann

Frankfurt a.M. war am 24.8.2017 Ziel eines Besuches einer Delegation aus Taicang (Suzhou, Provinz Jiangsu), geleitet durch den Chef der Hafen-Entwicklungszone, Herrn MA Jun.

Taicang führt auch mit einem gewissen Stolz die Bezeichnung „Heimat für deutsche Unternehmen“ in China. Unmittelbar an der Nordgrenze Shanghais, gewissermaßen als „Tor“ in die Provinz Jiangsu, liegt diese ca 770.000 Einwohner zählende kreisfreie (Hafen-) Stadt, die chinaweit die größte Dichte an deutschen Unternehmen aufweist. Die Stadt hat sich seit 1993, als sich erstmals ein Unternehmen aus Köln ansiedelte, inzwischen in die klare Poleposition unter den chinesischen Städten in Sachen Investitionen der deutschen mittelständischen Wirtschaft vorgearbeitet. Mehr als 260 Unternehmen aus Deutschland, vor allem aus Baden-Württemberg, aber auch besonders zahlreiche aus Bayern und NRW haben Taicang als ihren Standort in China ausgewählt. Dem Besucher wird dies sogar durch eine dokumentierende Ausstellung über die Ansiedelung deutscher Unternehmen am Standort anschaulich gezeigt. Ausgezeichnet wurde die Stadt für ihre Ansiedelungsattraktivität vom deutschen Bundeswirtschaftsminister, in der VR China hat sie für ihre erfolgreiche Ansiedelungspolitik regierungsamtlich höchstes Lob erfahren. Und ein besonderes Signal für die hohe Bedeutung Taicangs für die deutsche Wirtschaft ist auch das dort im vergangenen Jahr eingerichtete German Center. Weltweit gibt es 10 German Centers auf der Grundlage von Investitionen der bayerischen oder der bad.-württ. Landesbank, vornehmlich in Hauptstädten, in China zuvor nur in Shanghai und Beijing. Die erstmalige Einrichtung eines German Centers in einer doch eher mittelgroßen Stadt unterstreicht nachhaltig der Stellenwert Taicangs als herausragender deutscher Investitionsschwerpunkt. Zu dem Erfolgsrezept Taicangs gehören u.a. regelmäßige Delegationsbesuche in Deutschland, wobei der jährlich in einer anderen deutschen Stadt durchgeführte „Taicang-Tag“ besonders im Mittelpunkt steht.

Die vorstehend genannte Delegation besuchte nunmehr die Repräsentanz der China International Investment Promotion Agency (CIIPA) des chinesischen Handelsministeriums im Frankfurter Finanzdistrikt, unter deren Dach auch eine eigene Deutschland-Vertretung von Taicang arbeitet. Delegationsleiter Ma beschrieb den bisherigen Reiseverlauf in Schweden und Deutschland (Besuch bei Rolls Royce in Friedrichshafen). Gerade im Hinblick auf die zahlreichen deutschen Unternehmen in Taicang fühle man sich in Deutschland wie zuhause. Nicht zuletzt aufgrund der Nachbarschaft zu Shanghai verfüge Taicang über eine große Wirtschaftskraft. Und aufgrund der vielen Ansiedelungen sei die Stadt sehr deutsch orientiert. Insbesondere hätten sich viele Unternehmen aus dem Automobilzuliefererbereich niedergelassen. Der Hafen von Taicang sei der größte in der Provinz Jiangsu. Der Hafen arbeite intensiv mit Russland und Ostasien zusammen, aber die Kooperation mit Deutschland sei in diesem Bereich sehr ausbaufähig: So schickten Südamerika, Frankreich und Italien über Taicang nach China, nicht aber Deutschland. Dabei sei es doch sicher von Interesse, dass zu den regelmäßigen „Gourmet-Events“ in Taicang auch der beliebte Rheingauer-Riesling präsentiert werde. In Vertretung des auf Dienstreise befindlichen CIIPA-Direktors XU Yaojun begrüßte Dr. Michael Borchmann die Gäste und bekräftigte die herausragende Attraktivität der Stadt für deutsche Unternehmen. Als Anregung für den weiteren Ausbau der Attraktivität gab er den Gästen mit auf den Weg, neben dem jährlichen Bierfest auch ein Weinfest durchzuführen. Für die deutsche Stadt Wiesbaden habe sich das jährliche Weinfest zu einem eindrucksvollen Markenzeichen entwickelt. Und der Rheingauer Riesling ebenso wie der badische Rotwein gehörten weltweit zu den Spitzenweinen. Als Beleg offerierte Dr. Borchmann den Besuchern eine Riesling-Kostprobe aus einem Bio-Weingut. Dem Besuchsort Frankfurt trug er dadurch Rechnung, dass er dem Delegationsleiter Ma einen Fan-Artikel des ortsansässigen Fußballvereins „Eintracht“ mit auf den Weg gab. (bo)

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