Hainans Gesundheitswirtschaft sucht engen Deutschland-Kontakt

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Das Foto zeigt v.l.n.r. CHEN Hongliang (Handelskammer), DelLeiter Zhuo, A. Damrau, CHEN Yizhi (Pharmazeutenkammer) und Dr. Borchmann

Frankfurt a.M. – Eine elfköpfige Delegation aus den Bereichen Pharmazie und Gesundheitswesen der südchinesischen Provinz Hainan unter Leitung von Abteilungsleiter ZHUO Min (Hainan-Handelsministerium) präsentierte am 25.10.2017 in Frankfurt a.M. potenziellen deutschen Partnern die reichen bilateralen Kooperationsmöglichkeiten auf dem genannten Sektor.

Delegationsleiter Zhuo, , begleitet u.a. von Handelskammer-Vize-Chef CHEN Hongliang und Pharmazeutenkammer-Präsident CHEN Yizhi, bot den Besuchern zunächst eine filmische Präsentation über landschaftliche und natürliche Schönheit Hainans sowie den Stellenwert von Kunst und Sport, aber auch ökologischer Landwirtschaft für die touristische Attraktivität und die Lebensqualität im Allgemeinen. Die Provinz habe sich für die Zukunftsentwicklung auf 12 Schlüsselindustrien fokussiert, darunter die digitale bzw. Internetindustrie.

Für die China International Investment Promotion Agency (CIIPA) begrüßte Dr. Michael Borchmann die Gäste und erinnerte an sehr erfolgreiche Vorstellungen Hainans im vg. Mai in Berlin und Sanyas im vg. August in Frankfurt. Bereits im zurückliegenden Juli habe der stellv. Wirtschaftsminister LI Longsheng in Frankfurt an einer Vertiefung der Kontakte nach Deutschland gearbeitet. An diesen Besuch schließe die jetzige Präsentation gut an. Seitens des Hessischen Wirtschaftsministerium wies Außenwirtschaftsreferent Norbert Noisser anhand zahlreicher statistischer Daten auf die engen wirtschaftlichen und touristischen Verbindungen zwischen Hessen und China hin.

Vom Frankfurter Flughafen aus gebe es wöchentlich mehr als 80 Direktverbindungen nach China. Hieran knüpfte auch Andreas Damrau, Chef des China-Desks bei Hessen Trade & Invest (HTAI) an. Von Frankfurt aus seien alle Teile Europas optimal erreichbar. Neben der Flughafennähe erläuterte Damrau zahlreiche weitere Gründe für die Attraktivität Hessen für ausländische Investoren. Zur Zeit gebe es eine besondere Nachfrage von Investoren aus der Kommunikations- und Informationstechnologie, ferner entwickele sich Frankfurt zu einem FinTech-Hub. Aber auch mehr als 3500 chinesische Studenten gebe es in Frankfurt.

Von chinesischer Seite aus stellte der stv. Direktor des Medizin-Tourismus-Büros von Boao Lencheng, DAI Xiaolong, die erste chinesische Pilotzone für Medizin-Tourismus vor (zur Entwicklung von Hainan als Zentrum des Medizin-Tourismus vgl. auch https://www.deutsch-chinesische-allgemeine.com/2017/07/20/hainan-wird-zentrum-des-weltweiten-medizintourismus/), weitere Vorträge hatten die Entwicklung eines „Medicine-Valley“ sowie die Stammzellenforschung in Hainan zum Gegenstand. Der Präsident der Pharmazeutenkammer, CHEN Yizhi, erläuterte Pläne zum Aufbau einer internationalen Pharmazone in Hainan und erinnerte daran, dass 40% der Kräuter für Produkte der traditionellen chinesischen Medizin aus Hainan stammten.

Als deutscher Experte beschrieb Professor Dr. Stephan Martin aus Düsseldorf, Direktor des Zentrums für Diabetes und Gesundheit, die Entwicklung der Diabetes als Zivilisationskrankheit, die nicht nur durch Medikation, sondern auch durch eine Änderung des Lebensstils zu behandeln sei. Er stellte zugleich ein neues System der Telemedizin zur Erarbeitung konkreter und fallbezogener Therapievorschläge vor.

Norbert Schönbrod beschrieb das Designen von pharmazeutischen Fabriken durch sein Unternehmen Carpus, während Dr. Carsten Jekel, CEO des Internationalen Telemedizinischen Diabetes Management Programms erforderliche Schritte zum Aufbau eines Luftrettungssytems darstellte. (bo)

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