Shouguang: Gründung chinesisch-deutscher Chemieallianz

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Die Panel-Diskussion, links Moderator YANG Ting

11.11.2017, Shouguang (Shandong) – Die im Norden der Provinz gelegene Stadt Shouguang (ca. 1 Mio. Einwohner) ist chinaweit als Stadt der Früchte und des Gemüses bekannt. Sie verfügt aber auch über eine aufstrebende chemische Industrie. Vor diesem Hintergrund wurden auf einer chinesisch-deutschen Konferenz in Shouguang am 11.11.2017 eine „Chinesisch-Deutsche Kooperations-Allianz Chemische Industrie“ gegründet und die Eröffnung einer „Hermann-Simon-Business-School“ vereinbart.

Shouguang selbst bezeichnet sich als Sitz von drei Gottheiten, des Gottes der Bildung (hier sei die chinesische Schrift geschaffen worden), des Gottes der Landwirtschaft und des Gottes des Salzes (hier habe man die Destillation von Salz aus Meerwasser entdeckt). Unter den neuen Industrien spielt die chemische Industrie in Shouguang eine herausragende Rolle. Vor diesem Hintergrund hatten die Stadtregierung und die von YANG Shuren geleitete Moris Group, ein führendes Chemie-Unternehmen mit Stammsitz in Shouguang eine Delegation aus Deutschland zu einem „Sino-German Chemical Industry Park Cooperation Forum“ am 11.11.2017 eingeladen. Zur Eröffnung des Forums beschrieb Bürgermeister ZHAO Xuchun die Daten von Shouguang und die Zielsetzung, durch eine enge Kooperation mit deutschen chemischen Unternehmen die eigene chemische Industrie weiter aufzuwerten. Hierzu solle die anschließend zu unterzeichnende bilaterale Kooperationsvereinbarung im Bereich chemische Industrie dienen.  Die geplante Gründung einer „Hermann-Simon-Business-School“ solle der systematischen Unterrichtung in den Bereichen Management und Unternehmensstrategie dienen, namentlich auch vor dem Hintergrund der Herausforderungen durch das Projekt Seidenstraße. Seitens der Provinzregierung unterstrich WANG Chaoying den hohen Stellenwert internationaler Kooperationen für die Provinz Shandong insgesamt. Vor diesem Hintergrund habe man auch mit einer großen Delegation die Hannover-Messe besucht. Nach Unterzeichnung der Gründungsurkunden für die Chemieallianz und der Business-School ergriff der Namensgeber und „Taufpate“ der Schule, Professor Dr. Hermann Simon, selbst das Wort und beschrieb in seiner „Keynote-Speech“ China ebenso wie Deutschland als Länder des Mittelstandes und der sogenannten „Hidden Champions“, also von Unternehmen, die in ihrem jeweiligen „Nischen-Bereich“ Weltmarktführer seien. Er empfahl diesen Unternehmen, von Jahr zu Jahr besser zu werden, von Jahr zu Jahr mehr Produktivität zu entwickeln. Der Digitalisierung müsse man sich proaktiv stellen: Nicht alles könne digitalisiert werden, aber alles,was digitalisiert werden könne, werde auch digitalisiert werden. Über konkrete Schritte für eine Annäherung zwischen den chemischen Industrien Chinas und Deutschland diskutierten anschließend in einem Panel und Leitung von YANG Ting (Vorstand des Verbandes der chinesischen chemischen Industrie) als chinesische Vertreter die Professoren LI Naisheng und CHEN Lujun sowie LI Wenfeng sowie als deutsche Vertreter die Professoren Dr. Hermann Simon und Dr. Savas Tuemis sowie Dr. Michael  Borchmann (Senior Adviser CIIPA). (bo)

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