Deutscher Student auf der Suche nach dem „Chinesischen Traum“

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Im Rahmen seiner Masterarbeit fuhr ein deutscher Student 5.800 Kilometer mit dem Fahrrad durch China, um zu erfahren, welche Bedeutung der „Chinesische Traum“ für die Menschen des Landes besitzt.

„Was ist dein chinesischer Traum?“ war die Frage, die er jedem Fremden stellte, dem er auf seiner 100-tägigen Reise begegnete.

Der 28-jährige Student Jörg kam im Jahr 2011 zum ersten Mal nach China; nach einem Jahr konnte er mit Stäbchen umgehen und Chinesisch sprechen. Wegen seines Interesses an chinesischer Kultur ging er 2015 an die Zhejiang Universität, um einen Masterstudiengang in Sinologie zu absolvieren.

Laut Lu Yuan, Sinologielehrer am Institut für Chinastudien an der Zhejiang Universität, beschränkt sich die Sinologie nicht auf das Klassenzimmer sondern die Schüler werden auch ermutigt, sich in der chinesischen Gesellschaft zu engagieren, um soziale Themen durch Interviews und Untersuchungen zu erforschen.

Im Jahr 2013 kam Jörg mit dem Begriff „Chinesischer Traum“ in Berührung, der mittlerweile zu einem Schlagwort in der chinesischen Gesellschaft geworden ist. Mit dem Bestreben, die wahre Bedeutung des Begriffs unter den gewöhnlichen Chinesen zu verstehen, begann er im Mai 2016 seine Reise.

Jörg glaubt, dass Fahrradfahren natürlich, umweltfreundlich und flexibel ist. Bevor er seine Reise antrat, machte er ein spezielles Fahrradtraining.

Seine Reise umfasste zwölf Provinzen, Autonome Gebiete und Gemeinden, von der nördlichsten Stadt Mohe bis zur südlichsten Stadt Sanya. Jörg hat einen öffentlichen Account in den sozialen Medien eingerichtet, um seine Erfahrungen während der Reise aufzuzeichnen und zu teilen.

Die Ungleichheit zwischen Stadt und Land bildete einen der Schwerpunkte seiner Untersuchung. Er fand heraus, dass die Menschen auf dem Land nach einem friedlichen Leben strebten, während die Stadtbewohner ihrem Herzen folgten.

Darüber hinaus seien die älteren Generationen der Chinesen mehr an sozialer Stabilität und Gleichheit interessiert, als an materiellen Wünschen, sagte Jörg und fügte hinzu, dass Bildung und individuelle Entwicklung die wichtigsten Gesichtspunkte für die junge Generation darstellten.

Er kam zu dem Schluss, dass die Träume der Einzelnen eher bodenständig seien und hauptsächlich mit Reichtum, Glück und Selbstverwirklichung zusammenhingen. Aus offizieller Perspektive zeichne der Traum ein größeres Bild der nationalen Verjüngung, stellte er fest.

Obwohl die Menschen ihren eigenen Weg suchten, um ihre Träume zu verwirklichen, glaubten sie alle, dass ein starkes Land die Voraussetzung dafür bilde, sagte Jörg. (german.people)

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