Landkreis Helmstedt setzt auf Kooperation mit China

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vorne v.l.n.r. Landrat Radeck, Panjin-Repr. Jessica CAO, CIIPA AssistDirector YANG Xuan, Peter Klaassen (Wirtschaftsförderung), hinten v.l.n.r. Yantai Repr. Russell CHANG, Richard Finke (WiFö), Dr. Michael Borchmann (CIIPA), YANG Haifeng (CIIPA) und EEW-Geschäftsführer Dr. Ralf Borghardt

7.12.2017, Helmstedt – Bei der aktuell anstehenden wirtschaftlichen Umstrukturierung setzt der im Osten Niedersachsens gelegene Landkreis Helmstedt (ca. 100.000 Einwohner) in besonderem Maße auf die Kooperation mit China. Dies machte Landrat Gerhard Radeck am 7.12.2017 beim Empfang einer Delegation des chinesischen Handelsministeriums im Kreishaus deutlich.

Landrat Radeck erläuterte gegenüber der aus der Repräsentanz der China International Investment Promotion Agency (CIIPA) aus Frankfurt angereisten Besuchergruppe, dass die Wirtschaft des Kreises in der Vergangenheit durch den 145 Jahre währenden Bergbau, Energiegewinnung durch Braunkohle und Abfallentsorgung geprägt gewesen sei. Aufgrund des grundlegenden Wandels vor allem durch die Einstellung des Braunkohleabbaus seien große erschlossene Industrieflächen einer neuen Nutzung zuzuführen. Eine bedeutende chinesische Investition habe man bereits vorzuweisen: 2016 sei das Unternehmen EEW Energy from Waste Helmstedt GmbH, der größte Müllverbrenner Deutschlands, von einem Investor aus Beijing übernommen worden. Mit einem Übernahmepreis von 1,4 Mrd. € habe es sich um die größte chinesische Direkt-Investition in Deutschland vor der Kuka-Übernahme gehandelt. In Folge der Übernahme habe es zahlreiche Besuche aus Beijing im Landkreis gegeben, und man strebe eine weitere Vernetzung mit China an, sei es durch die Niederlassung chinesischer Unternehmen im Kreis, sei es durch die Platzierung einheimischer Unternehmen auf dem chinesischen Markt. Der weiteren Verknüpfung mit China diene es auch, dass inzwischen mit Zustimmung des Kultusministeriums von der Hangzhou Greentown Yuhua School und Yiwu Chouzhou Middle School chinesische Schülerinnen und Schüler am Gymnasium am Bötschenberg (GaBö) in Helmstedt unterrichtet werden. Seit dem Beginn des Schuljahres 2013/14 seien diese  ordentliche Schülerinnen und Schüler mit der Möglichkeit, innerhalb von drei Jahren das deutsche Abitur abzulegen und ein Studium in Deutschland aufzunehmen. Die Vertreter der CIIPA, zu deren Delegation auch die Deutschland-Repräsentanten der Städte Panjin und Yantai gehörten, sagten dem Landrat und den ihn begleitenden Vertretern der Kreiswirtschaftsförderung zu, eng mit dem Landkreis zur Verwirklichung seiner Zielsetzungen zusammenzuarbeiten. (bo)

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