Chinas „Christmas Village“ stellt 60 Prozent der Weihnachtsdekoration weltweit her

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Eine Kundin wählt Weihnachtsdekoration auf einem Weihnachtsmarkt in Chicago in den USA aus

Fast zwei Drittel aller Weihnachtsartikel der Welt werden im ostchinesischen Yiwu hergestellt, einer Stadt in der Provinz Zhejiang, die etwa eine Stunde mit dem Hochgeschwindigkeitszug südlich von Shanghai entfernt liegt, wie ABC News berichtete.

Mindestens 30 Prozent ihrer Bestellungen kämen aus den USA, der Rest komme aus Russland, Lateinamerika und Chinas heimischem Markt, wurden Mitarbeiter von Yiwus Fabriken für Weihnachtsartikel von ABC News zitiert. Über 600 Fabriken und Werkstätten, die die kleine Stadt mit 1,2 Millionen Menschen umgeben, haben nach den monatlichen Aufzeichnungen vom Zollamt Hangzhou von September 2016 bis August 2017 Weihnachtsartikel im Wert von drei Milliarden Euro hergestellt.

Weihnachten ist kein offizieller Feiertag in China, aber immer mehr Menschen kommen mittlerweile am Jahresende in Weihnachtsstimmung. Und das bedeutet eine Zunahme der von Yiwu gelieferten Dekorationen. „Meine Kinder mögen Weihnachten sehr – es ist fast so, als würde man das chinesische Neujahr feiern“, sagte Huang Aijuan, der Besitzer einer Fabrik, die künstliche Weihnachtsbäume herstellt, gegenüber ABC News.

Sommer ist die Zeit, in der die meisten Weihnachtsartikel des Jahres produziert werden, wie Weihnachtsbäume, Weihnachtsmützen, Christbaumkugeln und LED-Lichter, schließlich findet der Handel mehrere Monate vor der Weihnachtszeit statt. Die erste Anlaufstelle für Händler ist oft der Internationale Handelsmarkt Yiwu. Im Stadtzentrum von Yiwu umfasst der Großhandelsmarkt fünf Quadratkilometer, ungefähr die gleiche Größe wie 26 Läden des Flagship-Stores Macy’s Herald Square in New York City. Die Unterabteilung für Weihnachtsartikel ist nur ein kleiner Teil von den 75.000 Ständen. Alle Stände, die Waren verkaufen, konkurrieren mit niedrigen Kosten und billigen Arbeitskräften um den günstigsten Preis.

Die meisten Arbeiter in der Produktionskette sind Wanderarbeiter. Sie arbeiten 13 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche und verdienen etwa 198 RMB (25 Euro) pro Tag. Im Zuge der Tatsache, dass Güterzüge von Yiwu direkt nach Madrid, London, Prag und neuerdings nach Teheran fahren, und dass immer mehr Weihnachtsveranstaltungen auch in China gefeiert werden, werden in den kommenden Jahren immer mehr Weihnachtsartikel produziert werden. (german.people)

 

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