Neue Verbindung nach Westen: Die Chongqing-Xinjiang-Europa-Eisenbahnlinie

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Die Chongqing-Xinjiang-Europa-Eisenbahnlinie fährt von Chongqing aus nach Europa und ist eine internationale Gütertransporteisenbahnlinie. Inzwischen ist das Eisenbahnnetzwerk vervollständigt und eine Eisenbahnpassage zur Öffnung nach außen geschaffen worden. Nach mehr als sechsjährigem Aufbau ist die Linie bereits zum Vorreiter geworden bzw. hat sich einen Namen als Anbieter regelmäßiger Zugfahrtverbindungen zwischen China und Europa gemacht.

Die genannte Eisenbahnlinie fährt über Xinjiang oder die Innere Mongolei via Kasachstan, Russland, Weißrussland, Polen bis nach Duisburg in Deutschland. Die Fahrzeit auf dieser 11.000 km langen Eisenbahnlinie dauert nur 13 Tage, ist also damit zirka 30 bis 40 Tage kürzer als der Transport auf dem Wasserweg von Shanghai nach Europa. Die Transportkosten machen nur ein Sechstel bis ein Fünftel der für den Lufttransport aus.

Der Guoyuan-Hafen in Chongqing, der größte Hafen für den gemeinsamen Eisenbahn- und Wassertransport in Südwestchina, verfügt über 16 Ankerplätze der 5.000-Tonnen-Klasse mit der jährlichen Güterumschlagskapazität von 30 Millionen Tonnen und zwei Millionen Containern. Am 28. Dezember 2017 ist er zur zweiten Startstation in Chongqing für diese Eisenbahnlinie geworden. Der Vizegeneralmanager der Chongqinger Hafen- und Logistikgruppe, Huang Ji, sagte, dies sei von äußerster Bedeutung:

„Damit wird wirklich eine enge Verbindung zwischen dem Boden- und Wassertransport von der Seidenstraßen-Initiative und dem Yangtze-Wirtschaftskorridor realisiert. In der Vergangenheit war Tuanjiecun die Startstation der Chongqing-Xinjiang-Europa-Eisenbahnlinie. Dafür brauchte man noch einen kurzen Transport von Gütern oder Containern auf dem Wasserweg zum Zug. Jetzt wird wirklich eine nahtlose Verbindung verwirklicht. Dies hat eine enorme Bedeutung.“

Der Guoyuan-Hafen ermöglicht eine gegenseitige Ergänzung der fortschrittlichen chinesisch-europäischen internationalen Gütertransportpassage und der Yangtze-Wasserpassage. Damit können die Erfolgsaussichten der genannten Eisenbahnlinie im großen Maße verbessert werden. Wang Zhiqiang, Vizechef des Chongqinger Komitees für Entwicklung und Reform, teilte mit:

„Seit der Inbetriebnahme der Eisenbahnlinie am 28. Januar 2011 sind insgesamt mehr als 1.500 Züge gefahren, also zirka ein Viertel der mehr als 6.000 Züge der chinesisch-europäischen regelmäßigen Zugfahrten. Mehr als 120.000 Container wurden transportiert, was einen wichtigen Einfluss auf den Ausbau der chinesisch-europäischen Handelskooperation hatte. Die Eisenbahnlinie ist bereits heute die bilaterale internationale Gütertransportlinie mit der frühsten Startzeit, der größten Zahl und den stärksten Impulsen in Mittel- bzw. Westchina.“

Vorher hatte diese Eisenbahnlinie nur Alashankou als Grenzübergang. Jetzt stehen drei weitere Grenzübergänge für die Eisenbahnlinie zur Verfügung, nämlich Horgos, Manzhouli und Erenhot. Zu den Logistikstellen der Eisenbahnlinie gehören neben Duisburg auch mehr als 30 Städte in über zehn Ländern, darunter Russland, Weißrussland, Italien, die Niederlande, Belgien, Vietnam und Singapur. Der Güterwert dieser Eisenbahnlinie macht unter den sämtlichen bilateralen Zugfahrtverbindungen 80 Prozent aus. Damit ist sie zur wichtigsten Handelspassage zwischen China und Europa auf dem Landweg geworden. (german.people)

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