Haustierhotels boomen zum Neujahr

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Eine Mitarbeiterin eines Haustierhotels versorgt am Freitag in Guangzhou in der Provinz Guangdong Hunde.

Das Frühlingsfest beginnt am 16. Februar. Anlässlich dieses Ereignisses durchreisen Hunderte von Millionen Menschen das Land, um ihre Familienmitglieder zu treffen. Wang Mengfan, 27, bleibt in ihrem Haustiergeschäft in Shanghai. Sie bereitet sich auf die Hauptsaison während des Festivals vor.

Das Geschäft trägt den Namen Haustier-Traumhotel. Es befindet sich in Lujiazui. Dies ist eine der wohlhabendsten Gegenden in der Innenstadt von Shanghai. Dort befinden sich 50 Haustierunterkünfte für Pflegeaufenthalten. 30 sind für Katzen und 20 für Hunde.

Der Pflegeaufenthalt für eine Katze kostet 200 Yuan (25,80 Euro) pro Nacht. Für einen Hund liegen die Preise zwischen 120 und 200 Yuan (15,50 bis 25,80 Euro). Der Preis hängt von der Größe des Hundes ab. Damit kann das Geschäft während des Festes mindestens 8400 Yuan (1084 Euro) täglich verdienen.

„Der Preis ist etwa dreimal so hoch wie gewöhnlich. Das liegt an der Nachfrage nach der Dienstleistung. Auch die Löhne für unsere Mitarbeiter sind in dieser Zeit höher“, sagte Wang.

Dennoch sind alle Unterkünfte schon eine Woche vor dem Fest ausgebucht. Die meisten Tierbesitzer sind zurück in ihre Heimat gereist oder haben die Stadt verlassen. Die öffentlichen Verkehrsmittel des Landes erlauben keine Tiere. Eine Ausnahme sind nur Flugzeuge.

Die boomende Nachfrage nach Pflegeplätze für Haustiere ist auch in anderen Gegenden zu beobachten. Beispiele sind Beijing und die südliche Provinz Guangdong.

Doggyhome in der südlichen Vorstadt Beijings erstreckt sich über eine Fläche von etwa 0,66 Hektar. Es verfügt über etwa 200 Unterkünfte für die vorübergehende Unterbringung von Haustieren. Meistens sind es Hunde. Jede Unterkunft ist 15 Quadratmeter groß. Davor befindet sich ein zusätzlicher kleiner Vorraum. Auf Wiesen vor den Eingängen können die Tiere draußen spielen.

Laut dem Staatlichen Statistikbüro ist China auf dem Weg, der drittgrößte Haustiermarkt hinter den Vereinigten Staaten und Japan zu werden. Zwischen 2010 und 2016 ist der örtliche Markt durchschnittlich um fast 50 Prozent jährlich gewachsen.

Epet.com hat einen Bericht über Chinas Haustiermarkt herausgebracht. Darin heißt es, bis Ende des vergangenen Jahres habe China mehr als 87 Millionen Hauskatzen und Hunde gehabt. Hunde hätten 60 Prozent der Gesamtzahl ausgemacht.

Das Geschäft mit Waren und Dienstleistungen für Haustiere in China wächst. Es wird geschätzt, dass es im letzten Jahr ein Volumen von 134 Milliarden Yuan (17,3 Milliarden Euro) erreicht hat.

Anstatt ihre Tiere in ein großes Haustierhotel zu schicken, haben sich einige jüngere Tierbesitzer an moderne Plattformen im Internet gewandt. Über Apps oder WeChat-Konten haben sie Pflegefamilien für ihre Haustiere gefunden. (people’s daily)

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