Praktische Fragen bei der Begründung chinesisch-deutscher Geschäftsbeziehungen

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Das Foto zeigt die große Delegation in Frankfurt, mit Organisatorin Fr. Wu (vorne links) sowie den Referentinnen und Referenten in der vorderen Reihe

20.4.2018, Frankfurt a.M. – Keine Roadshow oder Präsentationsveranstaltung der traditionellen Art, sondern ein anspruchsvolles Informations-Symposium über ganz konkrete praktische Fragen der Begründung von Wirtschaftsbeziehungen zu deutschen Unternehmen hat eine 30köpfige Unternehmerdelegation am 20.4.2018 in Frankfurt a.M. veranstaltet.

Eine weitere Internationalisierung und Öffnung Chinas nach außen hat Staatschef Xi Jinping auf dem jüngsten Parteikongress gefordert. Auf dieser Linie hat die genannte Delegation nunmehr Deutschland besucht, namentlich innovative Unternehmen im Raum Stuttgart mit einem anschließenden Besuch der Hannover-Messe. Dazwischengeschaltet wurde das eingangs genannte Informations-Symposium.

Die aus den unterschiedlichsten Regionen Chinas angereisten Unternehmer kamen vornehmlich aus innovativen Wirtschaftsbereichen wie etwa Elektronik und Energie. Durch die Frankfurter Symposiums-Veranstaltung führte als Moderatorin Frau WU Shu von der Gesellschaft Silkroad, die Organisatorin des anspruchsvollen Reiseprojektes. Den Auftakt der Unterrichtung macht die Leiterin des gemeinsamen China Competence Centers der IHKs von Frankfurt a.M. und Darmstadt, Frau Sonja Müller, mit einer Einführung in die deutsch-chinesische Kooperation auf dem Wirtschafts- und Technik-Sektor. Anhand konkreter statistischer Daten belegte sie die herausragende Rolle Chinas unter den internationalen deutschen Wirtschaftspartnern. Hiervon zeuge auch die Ansiedelung von 770 chinesischen Unternehmen in der Region um Frankfurt. Frau Müller unterstrich die Innovationsstärke Chinas, die sich auch in einer wachsenden Patentanmeldungen chinesischer Unternehmen in Europa niederschlage. Und Frankfurt sei erwiesenermaßen nicht nur die internationalste Stadt Deutschlands (jedes 5. Unternehmen habe einen internationalen Hintergrund), sondern man weise über den Finanzplatz hinaus auch eine blühende Telekommunikationsindustrie auf. Nicht zu Unrecht sei der weltweit größte Internetknoten hier beheimatet.

Über ganz überwiegend positive Erfahrungen deutscher Unternehmen bei chinesischen Übernahmen berichtete anschließend Dr. Michael Borchmann, Senior Adviser der CIIPA des chinesischen Handelsministeriums. Und er empfahl den Besuchern insbesondere den deutschen Mittelstand als interessanten  Geschäftspartner, sei es zur Ausweitung des Absatzmarktes für Produkte, sei es als interessanter Investitionspartner. Den Erfolgsweg eines chinesischen Unternehmens in Deutschland beschrieb Frau HAO Bing, nämlich den von HUAWEI. Man arbeite inzwischen mit allen großen Anbietern von Telefondiensten in Deutschland zusammen. Die Geschäftsentwicklung sei in Deutschland erst langsam angelaufen, habe sich aber seit 2006 nachdrücklich beschleunigt. Zur Ansiedelungsfrage sagte Frau Hao: „Wir haben unsere Standorte dort, wo auch unsere Kunden sind.“  Über konkrete Fälle von Zusammenarbeit berichtete Dr. MA Kangkai (Fa. Brain Fleet), der sich auch mit den unterschiedlichen Formen der Unternehmenskultur in beiden Ländern befasste. Die rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen einer Geschäftstätigkeit in Deutschland und Europa erörterte YAO Yuankai (Fa. Falk), während Managementsfragen von Frau LANG Hong (Fa. bdp) abgehandelt wurden. (Bo.)

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