„Invest in China“ prägt das Gesicht der Hannover-Messe

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Das Bild zeigt bei der Eröffnungszeremonie in der Mitte Ges.BR WANG Weidong, rechts davon CIPA-Vize-Dir. LI Hong, CIIPA Deutschland Direktor XU Yaojun, links von ihm Bad Homburgs Oberbürgermeister Alexander Hetjes und Leiter Wirtschaftsfdg. Stefan Wolf

23.-27.4.2018, Hannover – Die weltweit wichtigste Industriemesse ist die Hannover-Messe, deren diesjährige Auflage vom 23. – 27.4.2018 in Niedersachsens Landeshauptstadt stattfindet. Die Spitzenposition unter den Ausstellern nimmt China ein, den Kern der chinesischen Präsentation bildet der Stand „Invest in China“, der am 23.4. prominent und feierlich eröffnet wurde.

Nunmehr bereits zum dritten Jahr in Folge präsentiert die China Investment Promotion Agency (CIPA), eine unmittelbare Abteilung des Handelsministeriums in Beijing, diesen Stand, verbunden mit einer auf eine Bündelung der chinesisch-deutschen Wirtschaftskooperation abzielenden attraktiven Veranstaltungsreihe. Und das Interesse von beiden Seiten ist groß, wie nicht zuletzt die ca. 850 chinesischen Aussteller dokumentieren – eine Zahl, mit der China alle anderen internationalen Aussteller eindeutig hinter sich lässt. Eröffnet wurden Stand und Veranstaltungsreihe unmittelbar nach Messe-Eröffnung am 23.4. Direkt an den Eröffnungsakt schloss sich die Auftaktveranstaltung „Chinesisch-Deutsches Kooperationsforum für intelligente Produktion 2018“ an. Und die Zahl der Grußworte und Fachvorträge von prominenter und kompetenter Seite war groß wie auch der Besucherandrang. Die förmliche Eröffnung erfolgte durch Dr. Berend Lindner,  Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung. Dr. Lindner erinnerte an die Gründung der bilateralen Industriestädteallianz, ebenfalls durch einen Stand vertreten, in Hannover und betonte Niedersachsens besondere Rolle als Land des Mittelstandes, der sich für Kooperationen vornehmlich anbiete. LI Yong , aus Beijing angereister stellvertretender Chef der CIPA, betonte die Botschaft XI Jinpings auf dem zurückliegenden 19. Kongress der KPCh, dass sich China auch weiter nach außen öffnen und den Weg der Globalisierung beschreiten werden. China und Deutschland hätten aufgrund von „Made in China 2025“ und „Industrie 4.0“ miteinander eine vielversprechende Komplementärfunktion. Sein deutsches Pendant, GTAI-Geschäftsführer Dr. Jürgen Friedrich, begrüßte nachdrücklich die zunehmenden chinesischen Investitionen in Deutschland. Und es gebe eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen GTAI und CIPA. Als Stimme aus der Berliner Botschaft der VR China beschrieb WANG Weidong, Leiter der Wirtschaftsabteilung und Gesandter Botschaftsrat, das beeindruckende bilaterale Handelsvolumen, aber er bedauerte auch, dass es hinsichtlich des Chinabildes in Deutschland sowohl in den Medien als auch in Öffentlichkeit und Politik immer wieder Pessimismus, Skepsis und kritische Stimmen gebe. In weiteren Wortbeiträgen sprachen u.a. GUO Wenhai (Parteisekretär Foshan-Shunde) zur Industriestädteallianz und Dr. Peter Failer (deutsches Büro der UNIDO) über den hohen Stellenwert der Belt-and-Road-Initiative für eine globalisierte Weltwirtschaft. Ein besonderes fachliches und die Besucher bannendes Highlight präsentierte Professor Dr. Reiner Anderl von der TU Darmstadt, Präsident der Akademie der Wissenschaften und der Literatur: Er erläuterte nicht nur die vielfältigen Aspekte von Smart Manufacturing und des Vordringens von Digitalisierung in alle Lebensbereiche, sondern verglich auch die Entwicklungsstände in den einzelnen Industriestaaten. Und er erinnerte: Als er 1984 nach China gereist sei, habe es noch kein Internet gegeben. Erst 1993 sei das „www“ eröffnet worden. Über die Etappen Iphone und Apps sei dann 2011 der Begriff Industrie 4.0 geboren worden.

Es entspricht auch bereits der guten Tradition, dass der Stand „Invest in China“ regelmäßig einzelne interessante Investitionsstandorte besonders vorstellt. Neue „Gesichter“ waren in diesem Jahr neben der Provinz Guangdong etwa Shandongs Provinzhauptstadt Jinan, die Stadt Huzhou und auch die Stadt Pinghu, letztere logistisch durch die Nähe zu Hangzhou und vor allem die Lage im unmittelbaren Umfeld von Shanghai sowie attraktive Investitionsbedingungen besondere Aufmerksamkeit erregend. (Bo.)

Das Bild zeigt die Präsentation von Pinghu mit der stv. Direktorin der Deutschland-Abteilung MAO Fangying

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