Kommentar: Handelskriege führen zum Zusammenbruch der Weltordnung

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Dieser Artikel erschien zuerst auf germanCRI.

Am Sonntag ist die zweitägige Sitzung von Finanzministern und Zentralbankchefs der G20-Gruppe im argentinischen Buenos Aires beendet worden. Dabei waren die Handelsstreits zweifellos das Thema mit der meisten Aufmerksamkeit.

Obwohl man in einem gemeinsamen Kommuniqué nach der Sitzung betonte, dass alle Seiten durch Dialoge die Gefahr der Weltökonomie infolge der Handelsstreits vermeiden müssten. Es äußerte sich der französische Finanzminister Bruno Le Maire dahingehend, dass die Vereinigten Staaten vor allem ihre Strafzölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte abschaffen müssten, bevor die EU Freihandelsverhandlungen mit den USA starteten. Le Maire betonte, Frankreich und Deutschland seien in Bezug auf das Wie und Wann des Starts der Freihandelsverhandlungen mit den USA der gemeinsamen Ansicht, dass Washington den ersten Schritt machen müsse, indem es die Zölle zurückziehe.

Die USA haben in den vergangenen Monaten nicht nur China und die EU, sondern auch Kanada, Mexiko, Indien und die Türkei stetig mit Strafzöllen provoziert. Dementsprechend haben diese Länder ebenfalls Gegenmaßnahmen ergriffen und Streitschichtungsverfahren bei der Welthandelsorganisation eingeleitet. Sowohl Gegenmaßnahmen als auch Schlichtungsverfahren zeigen die Bereitschaft aller Seiten, im Rahmen der WTO die Handelsstreits beizulegen.

Christine Lagarde, Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), äußerte ihre Sorge auf der Sitzung öffentlich. Ständige Handelskriege würden sich negativ auf das Weltwirtschaftswachstum auswirken. Schätzungen der IWF zufolge würden die Handelskriege das Weltwirtschaftswachstum um 0,5 Prozent absenken. Dies entspreche einem Verlust in Höhe von etwa 430 Milliarden US-Dollar. Warum möchten sich die USA als größte Wirtschaftsmacht weltweit so extrem verhalten?

Laut dem aktuellen Bericht von JP Morgan würde nur ein Drittel der importierten Produkte in den USA von Strafzöllen betroffen sein, wenn die Trump-Regierung alle angekündigten Strafzölle erheben würde. Deswegen ist Washington der Ansicht, dass die USA langfristig und ständig an solchen „Kriegen“ teilnehmen könnten.

Aber ist es wahr? In einer Welt der Globalisierung besteht der „Handel“ nicht nur aus dem Waren- und Finanzhandel, sondern alles ist miteinander vernetzt. So warnte die britische Zeitung Financial Times am Samstag vor dem Zusammenbruch der Weltordnun. Die USA verletzten die WTO-Regeln, setzten Handelsprotektionismus durch und führten endlose Handelskriege mit anderen Ländern. All dies werde nicht nur zu weltweitem Protektionismus führen. Sondern auch negative geopolitische Auswirkungen haben, die die schwache Weltordnung zerstören würden. (germanCRI)

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