CIIPA und Unido planen engere Kooperation

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Das Foto zeigt in den ITPO-Räumen v.l.n.r. Joe SUN (CIIPA-Changzhou), M. Schmidt (ITPO), Frau V. Völkel (ITPO), Direktor XU Yaojun, Dr. M. Borchmann und YANG Xuan (alle CIIPA)

28.8.2018, Bonn – Der frühere Regierungssitz Bonn ist Standort zahlreicher Einrichtungen der Vereinten Nationen, u.a. des UNIDO Investment and Technology Promotion Office (ITPO). In einem Gespräch am ITPO-Sitz Bonn mit der Leitung des Büros vereinbarten am 28.8.2018 Vertreter der CIIPA des chinesischen Handelsministeriums eine wechselseitige Kooperation, Abstimmung und Information in wichtigen Investitionsfragen.

Die vor mehr als 50 Jahren gegründete Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (United Nations Industrial Development Organization; UNIDO) mit Hauptsitz in Wien hat die Zielsetzung, die industrielle Entwicklung in Entwicklungsländern und Reformstaaten nachhaltig zu fördern. Schwerpunkte bilden dabei die Bereich Industrie, Infrastruktur und Innovation, wobei ein besonderer Fokus auf der nachhaltigen industriellen Entwicklung liegt. Aufgrund der Bedeutung dieser Aufgabe haben die Vereinten Nationen 2017 gemeinsam mit dem Bundes-Entwicklungsministerium (BMZ) das Büro für Technologie- und Investitionsförderung am UN-Campus in Bonn eröffnet. Dieses ITPO soll als  Anlaufstelle für Wirtschaft und Politik die nachhaltigen Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Entwicklungs- und Schwellenländern (hierzu zählt nach der Kategorisierung des IWF auch die VR China) fördern.

Die Deutschland-Vertretung der China International Investment Promotion Agency (CIIPA) andererseits wurde 2014 durch den chinesischen Handelsminister gemeinsam mit dem damaligen Bundeswirtschaftsminister in Frankfurt a.M. mit dem Ziel eingerichtet, die bilateralen Investitionen nachhaltig zu fördern und zu stimulieren. Im Gespräch mit der CIIPA-Delegation aus Frankfurt unter Leitung von Direktor XU Yaojun erläuterten die ITPO-Vertreter Michael Schmidt und Vanessa Völkel das gesamte Spektrum aktueller UNIDO-Aktivitäten etwa bei der Bekämpfung von Luft- und Wasserverschmutzung oder auch der Förderung eines effektiven Energieeinsatzes. Hier wurden Möglichkeiten einer Unterstützung Chinas und potenzielle Kooperationschancen bei derartigen Vorhaben aufgezeigt. Man könne Startups mit einer entsprechenden Agenda beim Schritt nach China unterstützen, ferner auch bei der Suche nach geeigneten deutschen Kooperationspartnern für chinesische Unternehmen helfen. Der Fokus liege dabei mehr auf der bilateralen Kooperation als auf der generellen wirtschaftlichen Investitionsförderung.

Was China betreffe, fördere gerade das Bundesumweltministerium zahlreiche Projekte dort. Hilfreich sei dabei auch, dass die UNIDO über eigene Büros in Shanghai und Beijing verfüge. Im Hinblick auf den besonderen Stellenwert Afrikas in der Arbeit des BMZ regten die ITPO-Vertreter auch mögliche Kooperationen im Dreiecksverhältnis Afrika – China – Deutschland an.

Seitens der CIIPA stellte Direktor Xu deren Aufgabenstellung im Detail vor und erinnerte an den bereits erfolgten Einstieg einer Zusammenarbeit mit dem ITPO im Rahmen „Invest in China“ auf der diesjährigen Hannover-Messe. Er sah zahlreiche Möglichkeiten zu einer vertieften Kooperation, namentlich auch bei der Partnerfindung in China.

Zur Vorstellung der praktischen Seite der UNIDO-Zielsetzungen besuchten die Vertreter von ITPO und CIIPA anschließend das Unternehmen KMA im nahen Königswinter, das Weltmarktführer in der Kombination Abluftreinigung und Wärmerückgewinnung ist und damit die Komponenten Umweltschutz und Energieeffizienz eng verbindet. (bo)

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