Das Tor wird sich nie schließen, sondern weiter öffnen

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©Dr. Michael Borchmann
Botschafter Shi und StS Steinlein stoßen auf den 69. Gründungstag der VR China an

21.9.2018, Berlin – „Das Tor Chinas wird sich niemals schließen, sondern weiter öffnen!“ Dies war die zentrale Botschaft, die SHI Mingde, Botschafter der VR China in Berlin, den zahlreichen Besuchern anlässlich des Empfangs zum 69. Gründungstag der VR China am 21.9.2018 in Berlin verkündete.

Der jährliche Nationalfeiertagsempfang der VR China gehört traditionell zu den besonders beliebten Veranstaltungen in der Hauptstadt. Dementsprechend war auch in diesem Jahr der große Festsaal der Botschaft am Märkischen Ufer gefüllt mit Besuchern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung ebenso wie mit Mitgliedern des Diplomatischen Korps‘, an der Spitze der Botschafter der Russischen Förderation, S.E. Sergej J. Netschajew.

Anlässlich des 69. Gründungstages warf Botschafter Shi einen Blick zurück auf die dynamische Entwicklung zur heute zweitgrößten Volkswirtschaft weltweit. Er belegte den Anstieg des Lebensstandards der Bevölkerung seines Landes mit eindrucksvollen Daten. China habe sich von einem Beobachter der Welt zu einem Global Player entwickelt. Die neue Seidenstraßeninitiative dokumentiere zugleich eine neue Phase der Öffnungspolitik und zeige, dass sich das Tor Chinas niemals schließen, sondern weiter öffnen würde. Bei allen Erfolgen sei aber auch nicht zu vergessen, dass China immer noch ein Entwicklungsland sei.

Mit Deutschland pflege man nunmehr seit 46 Jahren diplomatische Beziehungen. Auch die bilaterale Entwicklung zu einer strategischen Partnerschaft sei eine große Erfolgsgeschichte. Es gebe regelmäßige wechselseitige hochrangige Besuche. Und im laufenden Jahr sei auch noch ein Besuch des Bundespräsidenten in Beijing geplant. Man gehe in den bilateralen Beziehungen nunmehr daran, weitere Felder der Zusammenarbeit zu erschließen, etwa im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Die bilateralen Beziehungen seien stabil, umfassend und stetig. Allerdings wies Botschafter Shi auch mit ein wenig Sorge auf folgendes hin: Während sich das Tor Chinas weiter öffne, gebe es in Deutschland Kräfte, die das Tor zu China eher schließen wollten.

Für das Gastgeberland überbrachte Stephan Steinlein, Staatssekretär im Bundespräsidialamt, Glückwünsche und Grüße des deutschen Staatsoberhauptes. „Nach einem langen Sommer naht ein stürmischer Herbst“, begann StS seine Ausführungen. Dies gelte gerade auch für die aktuelle Weltpolitik, nicht aber für die deutsch-chinesischen Beziehungen. Die große Dichte der Beziehungen zeige sich etwa in den ca. 60 Dialogformaten, wie etwa in dem Mediendialog oder auch China 8 und Deutschland 8, die einen attraktiven Einblick in die beiderseitige Gegenwartskunst gäben. Beide Seiten träten für freien Handel und offenen Marktzugang ein. Wenn es einmal Meinungsunterschiede gebe, würden diese unter Freunden angesprochen. Und einen besonderen persönlichen Dank sprach der Staatssekretär gegenüber Botschafter Shi aus: Shi sei über seine amtliche Funktion hinaus ein großer Freund Deutschlands und ein großartiger Vermittler zwischen beiden Ländern.

Umrahmt wurde die Veranstaltung durch gelungene musikalische Darbietungen. (bo)

© Dr. Michael Borchmann
Stv. GDCV-Vorsitzender Dr. M. Borchmann übermittelt Botschafter Shi und Gattin Glückwünsche und Grüße des GDCV-Vorsitzenden LIU Guosheng und der Gesellschaft

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