Hongkong: Enge Kooperation mit Shenzhen und Offenheit für die Wirtschaft der Welt

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Hongkong

23.10.2018, Frankfurt a.M. – „Hongkong ist ein idealer Standort für Unternehmen aus aller Welt und speziell auch aus Deutschland. Die intensive Kooperation mit Shenzhen erweitert noch seine Attraktivität.“ Diese zentrale Botschaft verkündete James Lau, Leiter des Finanzressorts der Sonderverwaltungszone, am 23.10.2018 in einem führenden Frankfurter Hotel vor namhaften Vertretern der regionalen Finanz- und Wirtschaftscommunity.

Eingeladen hatten das Hongkong Economic & Trade Office, Berlin (HKETO) und das Hongkong Trade Development Council, Frankfurt (HKTDC). HKTDC-Regionaldirektor William Chui unterstrich einführend die besondere Eignung Frankfurts für die Präsentation unter dem Titel „Hong Kong as a Leading International Financial Centre – Opportunities in Hong Kong for the German Business“ (Hongkong als führendes internationales Finanzzentrum – Chancen in Hongkong für die deutsche Wirtschaft). Denn Frankfurt teile mit Hongkong die Eigenschaft als führender Finanzplatz. Und Hongkong sei zudem ein führender Exportmarkt für deutsche Güter – die wechselseitigen Investitionen mit Deutschland seien von einem bemerkenswerten Volumen. Die besondere Rolle des HKTDC erläuterte er ebenso wie er auf die Bedeutung des im kommenden Januar anstehenden Asian Financial Forums (AFF) hinwies. Bereits die Auflage 2018 habe 5.000 führende Akteure des Finanzsektors aus 55 Ländern zusammengeführt.

Von links: HKETO-Direktor Bill Li, Finanzchef James Lau, HKTDC-Direktor William Chui
Von links: HKETO-Direktor Bill Li, Finanzchef James Lau, HKTDC-Direktor William Chui

Den Werdegang von Finanzchef James Lau bis zur aktuellen Position als Leiter der Finanzverwaltung unter Regierungschefin Carrie Lam stellte Bill Li vor, seit 2018 Direktor des HKETO-Berlin.

James Lau präsentierte dann den Besuchern im Einzelnen die Standortvorteile von Hongkong, namentlich den Umstand, dass Hongkong nunmehr bereits seit 24 Jahren das Ranking der investitionsfreundlichen Standorte der Welt anführe. Aber auch in anderen zahlreichen Standortaspekten wie etwa im Gesundheitswesen oder Steuerbereich weise Hongkong top Werte auf. Und der Investorenschutz nehme in Hongkong einen besonders hohen Stellenwert ein.

Hongkong-Finanzchef James Lau
Hongkong-Finanzchef James Lau

Grundlage des Rechtssystems sei weiterhin das englische Common Law (zweisprachig), was jedem Investor den Einstieg nachhaltig erleichtere. Das seit 1997 praktizierte „Ein Land – zwei Systeme“ funktioniere sehr gut. Das gelte für die regionale Kooperation in der „Greater Bay Area“ des Perlfussdeltas, nämlich der engen Verknüpfung der Städte Hongkong, Macau, Guangzhou, Shenzhen, Zhuhai, Foshan, Zhongshan, Dongguan, Huizhou, Jiangmen und Zhaoqing zu einem integralen Wirtschafts- und Geschäfts-Hub. Engster Partner Hongkongs bei dieser Kooperation sei dabei Shenzhen wegen seiner führenden Rolle in den neuen Technologien. Dieser besonders dynamische Hotspot lasse sich mit Fug und Recht als neues Silicon Valley bezeichnen. Ausdruck dieser besonderen Zusammenarbeit seien etwa der Aufbau eines Hongkong-Shenzhen-Innovations-Parks oder auch die Durchführung einzelner Veranstaltungen der in Kürze bevorstehenden „FinTechWeek“ mit mehr als 8.000 Teilnehmern. Im Rahmen der Greater Bay Area arbeite man zudem an weiteren Erleichterungen im Waren- und Personenaustausch mit dem Festland Chinas, wovon auch in Hongkong ansässige deutsche Unternehmen profitieren würden. Und die gerade erfolgte Eröffnung der Hongkong-Zuhai-Macau-Brücke, die weltweit längste Meeresbrücke, verkürze den Zeitaufwand zwischen Hongkong und Guangdong auf ein Drittel.
Endlich sei Hongkong auch ein herausragender Punkt und Innovationshub der maritimen Seidenstraße, von der ca. 65% der Weltbevölkerung erfasst würden. In diesem Zusammenhang habe man zahlreiche Vereinbarungen mit der „Asian Infrastructure Investment Bank (AIIB)“ geschlossen zur Förderung globaler Infrastrukturprojekte. Ebenso sei man weltweit größtes Offshore-RMB-Clearing Center. Alles in allem biete man also hervorragende Konditionen für deutsche Unternehmen. Viele, auch besonders namhafte, seien bereits vor Ort, wie etwa Siemens (mit einem Zentrum für Smart-Projekte), Burda oder Lufthansa, ebenso wie die RWTH Aachen oder die Fraunhofer-Gesellschaft als größte Organisation für anwendungsorientierte Forschung in Europa.
(bo)

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