Chinesische Unternehmer erkunden deutsche Chemie

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16.11.2018, Ludwigshafen/Wiesbaden – Einen fundierten Einblick in die Strukturen der deutschen chemischen Industrie verschafften sich am 16.11.2018 13 chinesische Unternehmer durch den Besuch der BASF in Ludwigshafen und anschließend im Industriepark Kalle-Albert, dem industriellen Herzen der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden.

Die chinesischen Unternehmer waren aus vielen Teilen Chinas angereist. Aus dem nördlichen Panjin etwa ebenso wie aus Zhejiang oder auch aus Shenzhen im Perlflussdelta. Und zwar aus den Bereichen Chemie, Polymer und neue Materialien, ebenso wie Vertreter von Finanz- und Investitionsplattformen. Während sie in Ludwigshafen mit der BASF den Aktions- und Geschäftsbereich eines kompakten Großunternehmens kennenlernten, wurde ihnen in Wiesbaden einer der profiliertesten deutschen Industrieparks mit einem besonderen Fokus auf chemischer Industrie präsentiert, der Industriepark Kalle-Albert, ein etwa einen Quadratkilometer großes Industriegelände.

Er entstand 1997 aus dem Werk Kalle-Albert der Hoechst AG, damals dem herausragenden, weltweit agierenden deutschen Chemie-Giganten. Die Präsentation mit Rundfahrt und anschließender Detailunterrichtung erfolgte durch das Unternehmen Infraserv Wiesbaden. Die InfraServ GmbH & Co. Wiesbaden KG ist seit 1997 Standortbetreiber des 96 ha großen Industrieparks Kalle-Albert. Sie bietet den angesiedelten Unternehmen eine umfassende Infrastruktur und viele darüber hinausgehende Services, die einen wesentlichen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit leisten können. Dabei zählen die Versorgung mit Energien und die Abwasserentsorgung zu den Kernprozessen des Standortmanagements. Ebenso unterstützt sie auch bei der Entwicklung des Standortes, bei der Beschaffung und Logistik sowie bei Personaldienstleistungen.

Industriepark Kalle-Albert aus der Vogelperspektive (Foto: Infraserv Wiesbaden)
Industriepark Kalle-Albert aus der Vogelperspektive (Foto: Infraserv Wiesbaden)

Unterstrichen wurde die Bedeutung der Delegation durch ihre Begrüßung durch den Vorsitzenden der Geschäftsleitung, Peter Bartholomäus. Die Präsentation lag in den Händen von Dennis Weber, Chef des Bereiches Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. Weber erläuterte sowohl die historische Entwicklung des Industrieparks als auch die aktuelle Organisationsstruktur von Infraserv und die besonderen Vorteile, die sich aus der Zertifizierung als „sicherer Versender“ für den Flughafen für die angesiedelten nationalen und internationalen Unternehmen ergäben. Insgesamt seien zur Zeit 75 Unternehmen mit 5.600 Arbeitsplätzen angesiedelt. Ein besonderer Vorteil für die Unternehmen sei auch ein eigenes von Infraserv betriebenes Berufsausbildungszentrum. Und Hessen, ausgestattet  mit dem bundesweit höchsten BIP pro Kopf, sei ohnehin ein idealer Investitionsstandort. Besonderes Interesse unter den Besuchern fand die Ansiedelung des Unternehmens Kingfa im Industriepark. Der große chinesische Kunststoffveredler Kingfa Science & Technology entschied sich 2016 für Wiesbaden als Standort in den europäischen Markt. Und Dennis Weber konnte auch die Geschichte ausführlich erläutern, über die damals das „Handelsblatt“ unter der Überschrift „Chinesischer Kunststoffriese auf Europakurs“ wie folgt berichtete: „Wiesbaden konnte den chinesischen Investor Zhimin Yuan überzeugen. Nur kurz zweifelte er, ob der Standort nach der chinesischen Harmonielehre Feng Shui für ein Werk geeignet ist. Bei dem chinesischen Kunststoffveredler Kingfa Science & Technology sind alle Standorte nach der Lehre ausgerichtet. Die anfänglichen Zweifel räumte ein Feng-Shui-Meister aus München jedoch aus. Die Folge: Yuan investierte rund zehn Millionen Euro in Hessen und hat das Werk nun eröffnet.“

Chinesische Unternehmer in Wiesbaden, hinten 5. v.l. Infraserv Kommunikationschef Dennis Weber
Chinesische Unternehmer in Wiesbaden, hinten 5. v.l. Infraserv Kommunikationschef Dennis Weber

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