Huayin Sprachschule feiert ein begeisterndes Chunjie

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9.2.2019, Frankfurt a.M. – Vor nahezu 1000 Besuchern feierte am 9.2.2019 die chinesische Sprachschule Huayin, die größte ihrer Art in Deutschland, ein begeisterndes Chunjie-Fest. Die Stadthalle „Bergen“ in Frankfurt a.M. war bis auf den letzten Platz gefüllt, als die Organisatoren dem Publikum ein aus mehr als 20 Teilen bestehendes Kulturprogramm präsentierten.

Der Schulvorstand begrüßt die Besucher, v.l.n.r. H. Heier, Frau DAI Chen und Dr. ZHOU Jie

Die im Jahre 1997 gegründete Schule kann seit ihrer Entstehung auf stetig wachsende Schülerzahlen in der Vergangenheit zurückblicken und ist heute eine führende chinesische Schule in Deutschland und sogar in Europa. Mit mehr als 600 Schülern und ca. 40 Lehrern und Angestellten bietet die Schule ein umfassendes und professionelles Unterrichtsprogramm an. Das Angebot reicht von Sprachunterrichten bis zu verschiedenen kulturellen Kursen wie zum Beispiel Tanz-, Kalligraphie- und Malkursen. Die ständig wachsende Schülerzahl lässt auch den Bedarf an Lehrern und Räumen immer weiter anwachsen. So reichte die Lokalität der bislang gastgebenden Stauffenbergschule im Frankfurter Stadtteil Bornheim nicht mehr aus, und mit engagierter Unterstützung des Magistrats der Stadt Frankfurt kann man sich nunmehr auf zwei weitere Dependancen an weiterführenden Schulen in den Stadtteilen Riedberg und Gallus ausweiten – zwei Stadtteile übrigens, in denen besonders viele Chinesen Wohneigentum erworben haben.

Dr. Borchmann zeichnet Schulleiter Dr. Zhou als Bornheimer mit dem Schal des FSV Frankfurt aus

Diese Entwicklung unterstrich den auch der Schulvorstand, nämlich Schulleiter Dr. ZHOU Jie, Finanzvorstand Hilmar G. H. Heier und Bildungsvorstand Frau DAI Chen, bei Eröffnung der Veranstaltung und Begrüßung der Ehrengäste. Sie verbanden dies mit einem herzlichen Dank an das Generalkonsulat der VR China in Frankfurt und die Stadt Frankfurt a.M. für all die wohlwollende aktive Unterstützung des Schulprojektes.

Auszeichnung der Sieger des Vorlesewettbewerbs

Seitens des Generalkonsulats überbrachte Vize-Generalkonsul LU Qizhi die Neujahrsgrüße und Glückwünsche. Und auch den Dank, der der ganzen Schulgemeinde gebühre, nämlich der Schulorganisation, den Lehrern, Schülern und auch den sich so intensiv einbringenden Eltern. Sie alle lieferten einen unverzichtbaren Beitrag zum Ausbau der chinesisch-deutschen Freundschaft. Denn es seien Kultur und Sprache, die die Menschen einander wirklich näher brächten.

Für die Stadt Frankfurt ergriff als Mitglied der Stadtregierung (Magistrat) Stadtrat Claus Möbius das Wort. Er überbrachte zugleich die Glückwünsche des Oberbürgermeisters und unterstrich Wert der und Bereicherung durch die chinesische Community im Raum Frankfurt, eine der größten in Europa. Und mit dieser Community sei die Stadt auch institutionell ständig im Gespräch, nämlich über die zwei chinesischen Vertreter in der kommunalen Ausländervertretung. Von deutscher Seite aus sei das Interesse an chinesischer Kultur ebenfalls sehr ausgeprägt, wie sich jüngst wieder durch die Eröffnung eines Tee-Kultur-Hauses gezeigt habe. Und natürlich sei Huayin mit ihrer stetig wachsenden Schülerzahl eine bedeutende Bereicherung der städtischen Schullandschaft. Frankfurt sei nicht nur Sitz wichtiger chinesischer Einrichtungen und auch aller chinesischer Großbanken, sondern zudem Sitz des größten chinesischen Generalkonsulats in Europa. Einen wesentlichen Kern der engen Bindung an China bilde natürlich auch die nun bereits 31jährige Partnerschaft mit der Perlflussdeltametropole Guangzhou, die durch zahlreiche bilaterale Aktivitäten geprägt sei. So habe es im vergangenen Jahr ebenso eine Bürgerreise dorthin gegeben wie auch wechselseitige Besuche der beiden Stadtoberhäupter.

Schüler-Mütter und –Väter besingen im Wechselgesang die Kunst, „Sechs-Schluck-Tee“ zu trinken

Großes Lob für die Tätigkeit war auch aus dem Munde von MDgt. a.D. Dr. Michael Borchmann zu hören, der daran erinnerte, dass der Frankfurter Oberbürgermeister Huayin neben dem Generalkonsulat und der China International Investment Promotion Agency zu den drei wichtigsten chinesischen Einrichtungen in Frankfurt gezählt habe. Und er setzte die Schultätigkeit in Zusammenhang mit dem Projekt der Neuen Seidenstraße. Das von China ins Leben gerufene großartige Belt&Road-Projekt solle nicht nur von Wirtschaft und Logistik geprägt sein, sondern auch von kulturellem Austausch, von einem unmittelbaren Austausch der Menschen, die entlang der Neuen Seidenstraße lebten. Dieser Austausch, dieser Kontakt von Mensch zu Mensch sei es, der die Länder entlang der Seidenstraße zum einem einheitlichen Ganzen zusammenfügen könne. Und was erleichtere diesen Kontakt ganz essentiell? Dies sei natürlich die Sprachenkenntnis. Vor diesem Hintergrund sei es einfach großartig, dass die Verantwortlichen für die Schule sich mit einem solchen Engagement der Vermittlung der chinesischen Sprache widmeten. Dies sei einfach nur ein sehr handfester, praktischer und realer Beitrag zur nachhaltigen Vertiefung der deutsch-chinesischen Freundschaft. Und die besondere Verwurzelung der Schule im Frankfurter Stadtteil Bornheim („Bernem“) brachte Dr. Borchmann mit einer besonderen Geste zum Ausdruck, nämlich durch Überreichung eines Fanschals des Fußball-Sport-Vereins (FSV) 1899 Frankfurt. Dieser Verein sei ebenso wie die Schule in dem Stadtteil „Bernem“ ganz tief verwurzelt und sei übrigens in der Vergangenheit einmal der führende Fußballverein Frankfurts gewesen.

Die Schüler-Mütter wissen, wie man die Trommel schlägt

Das eigentliche Programm bestand dann aus einem bunten Strauß von Musik-, Gesangs-, Tanz- und Rezitationsnummern, aber auch aus Wushu- und Kalligraphie-Darbietungen. Den Auftakt machte allerdings eine Preisauszeichnung. Hier wurden zahlreiche Schüler von den Ehrengästen und der Schulleitung für glänzende Leistungen in einem Vorlesewettbewerb ausgezeichnet. Die genannten Tanz- und Gesangseinlagen starteten mit den Vorschulkindern und den Kindern der Eingangsklassen. Aber auch die Mütter ließen es sich nicht nehmen, in traditionellen farbigen chinesischen Gewändern mit Tanzschritten das Publikum von ihrer weiter vorhandenen Rhythmik und Geschmeidigkeit zu überzeugen, während die Väter sich dann doch auf Gesangseinlagen beschränkten.

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