Kommentar: Woher stammt die China-Phobie von Europa?

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Wald

Dieser Artikel erschien zuerst auf germanCRI.

Laut einem CRI-Kommentar hat der Präsident des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), Holger Bingmann, kürzlich vor der China-Phobie Europas und der Veränderung der europäischen Industriepolitik gewarnt: „Wir sollten nicht hysterisch werden, es gibt keinen Grund für die aktuelle China-Phobie.“ „Ein „China light“ ist keine Option für uns! Keinesfalls dürfen wir Europa zu einer Trutzburg ausbauen.“

Berichten der britischen Nachrichtenagentur Reuters zufolge haben Deutschland und Frankreich beide eine größere Rolle der Regierung bei der Industriepolitik gefordert. Beide Länder hofften angesichts der Konkurrenz zwischen China und den USA bald Weltmeisterfirmen im eigenen Land zu entwickeln. Zudem solle die Regierung Maßnahmen zu Förderung von Innovationen treffen, um wichtige Industrien und Branchen zu schützen.

In diesem Zusammenhang warnte Bingmann vor einer China-Phobie. Deswegen solle keine geschlossene, sondern eine offene Politik durchgeführt werden. Er betonte weiter in der Erklärung: „Es ist ein Irrglaube zu meinen, dass wir Arbeitsplätze und Wohlstand schaffen, wenn wir uns national oder europäisch abschotten.“

Vor kurzem haben China und Italien ein Memorandum zur Zusammenarbeit bezüglich der Seidenstraßen-Initiative unterzeichnet, um die Verbindung der Entwicklungsstrategien beider Länder zu intensivieren. Damit wollte Italien auch mehr Investitionen aus China gewinnen, um die Regionen mit relativ schlechter Infrastruktur zu entwickeln. Zudem möchte Italien auch mehr italienische Produkte in den Markt von China und in die Anrainerstaaten der Seidenstraßen-Initiative exportieren. Dies hat allerdings zu negativen Reaktionen einiger Europäer geführt. Diese meinen, dass die Zusammenarbeit zwischen China und Italien Europa spalten würde. Sie äußerten auch ihre Angst, dass die chinesischen Investitionen in Europa zum ständigen Wachstum des chinesischen Wirtschaftseinflusses beitragen würden. Einfach gesagt: Sie leiden an China-Phobie.

Es ist darauf hinzuweisen, dass viele Europäer die Macht Chinas übertrieben haben. Daraus entstand eine unsichere Stimmung, für die es aber, wie gesagt, keine tatsächlichen Gründe gibt. Genau wie die französischen Medien berichteten, beträgt das BIP pro Kopf Chinas nur 7.000 Euro, in der EU dagegen durchschnittlich mehr als 35.000 Euro. Zwischen China und der EU gibt es also noch einen gewissen Abstand: Die EU braucht nicht in Panik zu geraten.

Unbestreitbar wird dieser Abstand zwischen China und den entwickelten Ländern, wie die EU-Staaten mit Zeit durch die hochqualitative Entwicklung der chinesischen Wirtschaft verkürzt. Doch ist ein reiches China wirklich angsteinflößend? Fakten zeigen das genaue Gegenteil. Wie Holger Bingmann im Interview mit deutschen Medien sagte, hätten die deutschen Unternehmen in China ein gutes Geschäft gemacht. Gegenwärtig hätte der Anteil ihrer China-Geschäfte an den Gesamtgeschäften 40 Prozent überschritten, sagte er. Schließlich sei Deutschland nicht Opfer, sondern einer der größten Profiteure des ökonomischen Aufstiegs Chinas, betonte der Deutsche.

Am vergangenen Freitag wurde der Bundesverband Deutsche Seidenstraßen Initiative (BVDSI) gegründet. Dieser Verband vertritt die Ansicht, dass Deutschland nur durch eine aktive Teilnahme von der Seidenstraßen-Initiative profitieren könne. Auf der Gründungszeremonie erklärte Peter Bollhagen, Landesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer (ASU), dass die kleinen mittelständischen Unternehmen (KMU) Deutschlands den Mut haben sollten, aktiv an dem Aufbau der neuen Seidenstraßen teilzunehmen. Dies sei eine Gelegenheit, die man ergreifen sollte, sagte er. So sieht eine richtige und konstruktive Reaktion aus.

(germanCRI)

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