Hamburg und Qingdao – Zwei „Tore zur Welt“ und eine gelungene Fotoausstellung

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Eine große Zahl von Ehrengästen hatte sich im Museum eingefunden, vordere Reihe 5.v.l. GK Du, rechts daneben Leiterin C. Nienstedt und GS Zhu
Eine große Zahl von Ehrengästen hatte sich im Museum eingefunden, vordere Reihe 5.v.l. GK Du, rechts daneben Leiterin C. Nienstedt und GS Zhu

07.06.2019, Hamburg – Hamburg pflegt seit langem eine Partnerschaft mit Shanghai. Dass aber auch mit der in Shandong gelegenen Hafenstadt Qingdao zahlreiche Berührungspunkte und Kooperationen bestehen, offenbarte am 07.06.2019 unter großem Zuschauerzuspruch die Eröffnung einer gelungenen Fotoausstellung „Insel der Jugend – China – Qingdao“ im stilvollen Gebäude des Museums für Hamburgische Geschichte.

Veranstalter der Ausstellung war die Stadtregierung Qingdao (repräsentiert durch eine angereiste hochrangige Delegation), unterstützt durch die China International Investment Promotion Agency (CIIPA) und das Generalkonsulat der VR China in Hamburg.

Eröffnungsveranstaltung im Innenhof des Museums für Hamburgische Geschichte
Eröffnungsveranstaltung im Innenhof des Museums für Hamburgische Geschichte

Und so war es nach einführenden Worten von CONG Peike (stv. Leiter der CPC-Presseabteilung Qingdaos) Chinas neuer Generalkonsul in Hamburg, DU Xiaohui, der die Reihenfolge der Redner eröffnete, und zwar mit einem Lob für das wunderschöne Gebäude und den so großartigen Zuspruch der Veranstaltung, dass die doch stattliche Zahl der Plätze im Innenhof des Museums nicht einmal ausreiche. Bis in das Jahr 1897 reichten die Beziehungen von Qingdao zu Deutschland zurück. Und diese lange Tradition habe ihre Spuren sogar in der Sprache hinterlassen. So sei das chinesische Wort „pijiu“ auf das deutsche Wort „Bier“ zurückzuführen, und im lokalen Dialekt finde sich auch heute noch das Wort „daman“ für „Damen“. Die negativen Begleiterscheinungen, die die Vergangenheit sicher auch gehabt habe, seien in den Hintergrund getreten gegenüber dem heutigen engen und freundschaftlichen Verhältnis zwischen beiden Ländern. Und dieses Verhältnis sei so freundschaftlich, dass man sogar für den jeweiligen Partner auf eigene Feiertage verzichte, wie etwa Hamburgs Repräsentanten beim Empfang von Chinas Vize-Präsidenten Wang Qishan am „Vatertag“ (Himmelfahrt) oder nunmehr die Anreise von Qingdaos Vertretern während des „Drachenbootfestes“. Die gelungene Fotoausstellung aus Qingdao sei geprägt von den Momenten „Öffnung – Kooperation – Toleranz“. Und diese Momente seien gerade in unseren Tagen besonders wichtig, da es ganz im Westen jemanden gebe, der das nicht so sehe.

GK Du Xiaohui begrüßt
GK Du Xiaohui begrüßt

Hieran knüpfte auch ZHU Hua an, Generalsekretär des CPC-Stadtkomitees von Qingdao. Die Ausstellung wolle eine Brücke der Freundschaft zwischen Hamburg und Qingdao aufbauen. Man wolle vor Ort in Hamburg zeigen, welch großer Charme von Qingdao ausgehe. Die Stadt sei geprägt durch eine Vielfalt von Landschaft und Meer. Sie sei einfach „offen, modern, vital und hip“. Und sie vermittle den Ausgangspunkt der neuen Seidenstraße. GS Zhu erläuterte auch die weltweite Bedeutung des Hafens von Qingdao und die bestehende Kooperation mit dem Hafen von Hamburg. Qingdao verfüge über bedeutende Forschungseinrichtungen und führe hochwertige Konferenzen und Veranstaltungen durch. Das alles sei in der Fotoausstellung zu sehen.

Generalsekretär ZHU Hua weist auf die Brückenfunktion der Ausstellung hin
Generalsekretär ZHU Hua weist auf die Brückenfunktion der Ausstellung hin

Für den Senat der Freien und Hansestadt Hamburg unterstrich die Leiterin des Staatsamtes, Corinna Nienstedt, ebenfalls die großen Gemeinsamkeiten zwischen beiden Städten. Die Häfen kooperierten eng miteinander, sie seien sogar durch eine Hafenpartnerschaft miteinander verbunden. 10% des gesamten Chinaverkehrs des Hamburger Hafens werde allein mit Qingdao abgewickelt, denn Qingdao gehöre zu den größten Häfen der Welt. Weit bekannt in Deutschland sei Qingdao durch das Unternehmen Haier und natürlich die „Tsingtao Brauerei“. Touristisch beeindrucke die Stadt durch Berge, Meer und ihre moderne Architektur. Und man habe noch viel weiteres Kooperationspotenzial, beispielsweise im Bereich der maritimen Forschung.

Die Leiterin des Staatsamtes, Corinna Nienstedt, betont die großen Gemeinsamkeiten zwischen Hamburg und Qingdao
Die Leiterin des Staatsamtes, Corinna Nienstedt, betont die großen Gemeinsamkeiten zwischen Hamburg und Qingdao

Die große Bedeutung der bilateralen Hafenkooperation stellte schließlich auch Lars Neumann heraus, Leiter Vorstandsprojekte und Geschäftsentwicklung der Hamburger Hafen Logistik AG (HHLA). Er beschrieb die weite Palette des internationalen Betätigungsfeldes der Hamburger Hafengesellschaft. Und speziell mit China und Qingdao gebe es besonders viele Ansatzpunkte für den weiteren Ausbau der Zusammenarbeit, etwa beim Aufbau digitaler Netzwerke entlang der Verkehrsströme.

Lars Neumann unterstreicht das Kooperationspotenzial mit Qingdao
Lars Neumann unterstreicht das Kooperationspotenzial mit Qingdao

Nach der von Vertretern der Veranstalter vollzogenen zeremoniellen Ausstellungseröffnung gab es noch einen weiteren „Kick-off“: Nämlich die symbolische Schlüsselübergabe für einen „Qingdao-Bus“, der Ziele in Deutschland und Europa ansteuern und Wissen über und die Bekanntheit von Qingdao weiter vertiefen soll.

Zeremonielle Ausstellungseröffnung. V.l.n.r. Direktor XU Yaojun (CIIPA), GS Zhu, GK Du, Frau C. Nienstedt und L. Neumann
Zeremonielle Ausstellungseröffnung. V.l.n.r. Direktor XU Yaojun (CIIPA), GS Zhu, GK Du, Frau C. Nienstedt und L. Neumann

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