Post-Pandemie: Steigende Bestellungen für Hightech-Unternehmen in Guizhou

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Nach der zunehmenden Normalisierung des Lebens in der Post-Pandemie-Ära haben viele chinesische Unternehmen wieder viel zu tun. Die Fertigungslinie in der Werkstatt der Optoelectronics Technology GmbH Jingtaike (Guizhou) in der Provinz Guizhou läuft auf Hochtouren. Mitarbeiter in staubdichter Kleidung geben Substratglasstücke in eine vollautomatische Ablenkmaschine hinein. Nach der Zusammensetzung mit dem Treiberchip wird das LCD-Panel fertiggestellt. Tang Lede, Fabrikdirektor von Jingtaike, sagt: „Wir haben schon Bestellungen aus dem Ausland bis 2021 erhalten.“ Die Herstellung in der gesamten Werkstatt sei vollständig automatisiert worden, so Tang weiter. Es könnten täglich mehr als 10.000 LCD-Panels für Mobiltelefone, Laptops und Fernseher produziert werden.

Aufgrund der COVID-19-Pandemie betrug das gesamte Im- und Exportvolumen von Jingtaike in der ersten Hälfte von 2020 gerade einmal 2,5 Millionen US-Dollar. „Nun im Juli und August hat das Import- und Exportvolumen drei Millionen US-Dollar erreicht. Nächste Woche wird eine Charge von Waren nach Hongkong geschickt und dann nach Übersee weiterverkauft“, erklärt Tang Lede. Die Preise der LCD-Panels im Ausland stiegen aufgrund der erhöhten Nachfrage nach Online-Unterricht.

In der Produktionswerkstatt der Guizhou Kairuijia Electronic Technology GmbH, die 100 Meter von Jingtaike entfernt liegt, bedienen Dutzende von Mitarbeitern die verschiedenen Maschinen und Geräte. Nach sieben Schritten werden die unterschiedlichen Leuchtdioden-Produkte zum Versand ins Lager geschickt. Yin Hesheng, Geschäftsführer von Kairuijia, sagt: „Die Zielländer sind hauptsächlich Südkorea und im Nahen Osten.“ Das Unternehmen habe im August drei Bestellungen aus dem Ausland erhalten, erklärte Yin weiter. Derzeit seien mehr als 30 Fertigungslinien mit einer durchschnittlichen Gesamtproduktionskapazität von drei Millionen Leuchtdioden am Tag in Betrieb.

Um Produktions- und Logistikkosten zu sparen, hat Kairuijia aktiv vor- und nachgelagerte unterstützende Unternehmen aus chinesischen Küstengebieten nach Guizhou eingeladen. Derzeit lassen sich vier dieser Unternehmen in Guizhou nieder und wollen ihre Produktion in der zweiten Jahreshälfte aufnehmen.

Pei Lejun, Techniker der Flugzeugnietmontage der AVIC Guizhou Aircraft GmbH, erklärt: „Seit der Wiederaufnahme der Arbeit haben meine Kollegen und ich die Produktion verstärkt, um sicherzustellen, dass die Auslieferung der neuen Flugzeuge im nächsten Jahr nicht beeinträchtigt wird.“ Sie bemühten sich auch darum, die verspäteten Arbeiten abzuschließen, so Pei weiter.

Angesichts der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie hat China seine Steuersenkungen deutlich verstärkt. Im ersten Halbjahr wurden zusätzliche Steuern in Höhe von 154,5 Milliarden Yuan RMB erlassen, wodurch die Belastung der Unternehmen effektiv verringert wurde.

Vielen Geschäftsführern zufolge hat COVID-19 erheblichen Einfluss auf Im- und Exporte. Außenhandelsunternehmen stünden immer noch vor großen Herausforderungen. Die Steuersenkungen haben den finanziellen Druck auf Unternehmen während der Pandemie effektiv verringert und eine positive Rolle bei der Förderung der Erweiterung der Produktionskapazitäten und der Erhöhung der Investitionen von Unternehmen gespielt. Darüber hinaus wenden sich viele Außenhandelsunternehmen aktiv dem chinesischen Binnenmarkt zu und öffnen inländische Vertriebskanäle.

Quelle: CRIonline 22.09.2020

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